Schönen guten Abend zusammen,
ich habe neulich eine lebhafte Diskussion mit einem "Früher war alles besser"- Menschen über Segen und Fluch der modernen Technik geführt.
Er vertrat den Standpunkt, dass die neue Technik den Zugang zu Informationen zu einfach macht und gerade Foren und Wikipedia, das "Selberdenken" ersetzen würden. Unausweichliche Folge dessen ist eine Verblödung der Generation die mit dem Smartphone aufwächst.
Ich vertrat eher die Auffassung, dass gezielter Umgang mit den "neuen" Medien den Zugang zu Informationen deutlich erleichtert und dadurch gerade das stumpfe Auswendiglernen durch logisches problemlösungsorientiertes Denken gefördert wird.
Nun stoße ich die letzten Tage andauernd im MTB-News Forum und im Oase-Forum (Kitesurfen) auf Threads, die eindeutig darauf hinweisen, dass der Threadersteller zu faul, zu doof oder einfach nicht in der Lage ist sich Informationen selber zu beschaffen oder im konkreten Fall eine Transferleistung zu erbringen.
Dies hat mich dazu gebracht über meine Einstellung zu den neuen Medien nachzugrübeln und irgendwie komme ich auf keinen grünen Zweig. Einerseits ist es bequem alle Informationen dank Iphone mal eben aus dem Ärmel schütteln zu können,wenn man sie braucht. Andererseits verkommt so der Problemlösungsweg, weil alle Antworten auf dem Silbertablett geliefert werden. Irgendwie doof, dass man die neuen Medien nicht pauschal als Fluch oder Segen beurteilen kann, sondern hier differenzieren muss. Und hier tun sich für mich ein paar Fragen auf. Offensichtlich mangelt es vielen daran die bereitstehenden Informationen richtig zu nutzen bzw. auf den eigenen Fall umzusetzen. Kritisches Hinterfragen von Informationen oder eine vernünftige Einschätzung zur Glaubwürdigkeit der Quelle gibt es auch irgendwie nicht mehr. Gerade bei der Fülle der Informationen ist es schwierig die für sich wichtigen und vor allem glaubwürdigen Infos herauszufiltern.
Hier liegt für mich das größte Problem. Lernt der junge Mensch überhaupt den Umgang mit der Fülle an Informationen?
Da hier viele Familienmenschen unterwegs sind habe ich mal eine Frage an euch:
Lernen eure Kinder den sinnvollen Umgang mit Smartphone, Tablett und Ultrabook und Co. zuhause oder bekommen sie auch in der Schule etwas davon beigebracht? Wie sieht die Realität mittlerweile aus? Haben Grundschüler schon Handys? Ab wann können Kinder diese sinnvoll nutzen?
Gibt es mittlerweile so etwas wie Internetunterricht? Wo Kindern beigebracht wird Informationen nach ihrer Herkunft und Glaubwürdigkeit einzustufen oder ist das ausschließlich Sache der Eltern?
Kleine Anekdote zum Schluss:
Letzte Woche ruft der 9 jährige über 110 bei der Polizei an und bittet um Hilfe. Die Mama hätte fürchterlich geschimpft, weil er sein Zimmer nicht aufgeräumt habe
Schönen Gruß
Normann