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Alt 20.12.2012, 23:46   #648
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
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Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 24.939
Zitat:
Zitat von photonenfänger Beitrag anzeigen
Man kann nicht mit Logik bzw. logischen Argumenten über Glaubensbelange diskutieren. Die Gläubigen werden sich immer auf den Schlips getreten fühlen, und die Nichtgläubigen unverstanden.
Die Logik kann aber mitunter den Glauben befruchten oder von falschen Auffassungen befreien. Beispielsweise wissen wir heute, dass die Erde sehr viel älter ist als die biblischen 6000 Jahre; außerdem erkennen wir die Evolution der Arten als Tatsache an. Beides ermöglicht uns, die Schöpfungsgeschichte der Bibel neu zu bewerten: Weg von einem sturen Glauben dem Buchstaben nach, hin zum Sinn des überlieferten Worts (gelegentlich auch des Unsinns).

Jesus wurde nicht in Bethlehem geboren, sondern in Nazareth. Die schöne Weihnachtsgeschichte mit Maria, Joseph, dem Esel im Stall und den heiligen drei Königen ist frei erfunden.

Gott hat nicht geholfen, im alttestamentarischen Jericho die Mauern mit Trompeten einzureißen, da diese Mauern erst Jahrhunderte später errichtet wurden – was der Verfasser der Geschichte nicht ahnen konnte.

Derlei Entmystifizierungen sind auf den ersten Blick etwas peinlich und unangenehm, aber sie können helfen, den Blick auf den Kern der Botschaft zu lenken. Wissenschaft ist eine Chance für Wahrheitssuchende, auch solche religiöser Ausrichtung.

Grüße,
Arne
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