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Zitat von captain hook
Dazu kommt dann noch, dass die Freizeitsportprofessionalisierung in meinen Augen stark zunimmt. Basistraining kann ja zu nix taugen. Da müssen Anfänger und Einsteiger dringend schauen, was die Profis trainieren, nutzen und machen. Es gibt keinen langsamen Entwicklungsprozess mehr. Da gibts ab Start 100% des Rundumprogramms, aber das in einem Zustand, wo noch nichtmal das Basisprogramm "rund läuft" und problemlos und stabil funktioniert.
Insbesondere, wenn es gerade nicht nur um Trainingsaufbau, sondern um eigentlich begleitende Maßnahmen geht. Bei manchem hat man dann das Gefühl, dass die begleitenden Maßnahmen wichtiger sind als das Training selbst.
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Du beschreibst hier sehr gut den Zustand, dem ein Anfänger gegenübersteht, wenn er sich heute mit Triathlon beschäftigt. Es liegt aber vielleicht auch daran, dass Triathlon sich gegenüber anderen Sportarten immer einen besonderen Wettkampfcharakter hat. Hier geht es immer um die Optimierung des Selbst und oft nicht um das Genießen der einzelnen Tätigkeit. Die meisten Anfänger kommen gar nicht dazu, sich mal einen Tag auf Rad zu setzen und eine schöne lange Ausfahrt zu genießen, weil sie eben nicht im Trainingsplan steht. Um in deinem Bild zu bleiben, Fußballer gehen halt auch mit den Jungs am Nachmittag kicken, weil es Spass macht. Für Triathleten ist das oft anders Training ist Training und nicht Genuß. Hier kommt dann ein Punkt dazu, der dem von dir angesprochenen fehlendem Basisprogramm entgegensteht: Einfaches Training ist nicht technisiert genug und kann deshalb nicht der Optimierung beitragen.