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Alt 14.07.2012, 23:49   #90
qbz
Szenekenner
 
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Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.674
wir drehen uns im Kreis ....
Ich zitierte die Immobilienkrise in den USA als Begründung, dass so etwas (die Immobilienkrise) wie in Spanien mit oder ohne Euro geschehen kann und die Verluste gleichermassen sozialisiert werden.

Ich begründete die hohen Zinsen in Spanien vor dem Euro vor allem mit der damaligen Inflation in Spanien. Auch Deutschland hatte in Zeiten von mehr Inflation entsprechend hohe Zinsen:

"In den 1970er Jahren führten merklich anziehende Inflationsraten zu noch höheren Zinsen an den Kapitalmärkten. So erreichte die Rendite festverzinslicher Wertpapiere 1974 mit 10,6 % erstmals einen zweistelligen Wert, sank dann aber bis 1978 auf 6,1 %, um in den folgenden Jahren erneut zu steigen. 1981 rentierten sich Festverzinsliche im Schnitt wieder mit 10,6 %. Zugleich betrug allerdings auch die Inflationsrate 6,3 %. Danach ging es mit Zinsen und Inflationsraten gleichermaßen abwärts."
http://www.die-bank.de/finanzmarkt/d...cher-ruckblick

Die Zinsen sanken im Zuge der Euroeinführung auch in Spanien, weil die Wirtschaftspolitik sich änderte, die EZB die Geldpolitik bestimmte, die Euroländer Autonomie abtraten und Maastricht Kriterien gelten wie eben u.a. Preisstabilität ( = geringe Inflation = geringe Zinsen).

Weshalb zur Zeit Spanien eine Zinslast aufgebürdet wird, ist eine andere Frage, es ging mir um eine Antwort auf das Gerede vom "Verfrühstücken billigen Geldes" und das "Party Feiern auf Kosten anderer" in Spanien, das durch Wiederholung IMHO nicht wahr wird.

Dass der Euro bisher wertstabiler als die DM war ( trotz der grossen wirtschaftlichen Leistungsunterschiede im Euroraum) und eine "harte" Währung, wollte ich einfach nur erwähnen, du hast nichts Gegenteiliges gesagt.

-qbz

Geändert von qbz (15.07.2012 um 11:30 Uhr).
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