Liebes Tagebuch,
heute war Radeln angesagt, und angesichts des unsicher aussehenden Wetters habe ich das Bergrad ausgeführt (keine Lust den Renner schon wieder einzusauen...). Mein zweiter Frankenstein-Anlauf dieses Jahr - erfolgreich abgeschlossen!
Geworden sind es 21km (371hm laut Garmin) in 01:51:39 Std. Dieses Mal habe ich mich nicht verfahren - nach langer Suche habe ich nämlich endlich eine App für mein EiPhone gefunden, die GPSies Karten importiert und mich dann daran entlang navigiert. Morgen sollte der passende Fahrradhalter für das Ei-Gerät kommen, sodass ich dann auch nicht ständig anhalten und das Ding aus der Hosentasche ziehen muss.
Die Strecke die ich mir da zum Teil selbst überlegt, zum Teil von anderen Strecken geklaut hatte war eigentlich ganz nett. Zunächst ein Stückchen an der Bundesstraße entlang, dann ab in den Wald und von da an nur noch Bergauf. Wobei sich die Steigung an sich in Grenzen gehalten hat - mit kurzen Pausen dazwischen waren meine Beine durchaus willig, mich da hochzustampeln. Ich bilde mir auch ein eine Verbesserung zum letzten Mal gespürt zu haben, die Beine haben länger durchgehalten und nicht ganz so steile Abschnitte fielen mir fast "leicht".
Unendliches Glück als ich dann endlich oben auf dem Berg die Burg gesehen habe - viel los war nicht, ein paar Spaziergänger im Wald und ein einziger Mountainbiker mit hochrotem Kopf ist mir entgegen gekommen (ich sah wohl auch nicht besser aus...). Oben dann kurze Verschnaufpause und dann weiter, ein Stück auf dem Bergkamm entlang und dann runter zu irgend einer unspektakulären Hütte. Dieser Teil der Strecke erwies sich dann doch als gar nicht so einfach, weil der Teil des Waldes dann doch ganz gut besucht war - von Holzfällern mit Mördertraktoren die die Waldwege in Schlammlöcher verwandelt haben. Ich also beim Bergabfahren versucht den richtigen Weg zu finden und gleichzeitig nicht im Matsch unterzugehen. Die Hütte habe ich dann letztenendes doch gefunden, das letzte Stück weg hat sich dann aber als fataler Fehler herausgestellt. Es war zwar der direkteste Weg, aber das Schmelzwasser hatte tiefe Rillen in den Weg gegraben. Dazu Matsch, Laub und relativ krasses Gefälle - ich schätze das darf ich als mein erstes quasi-Singletrail-Erlebnis verbuchen.
Runtergekommen bin ich aber trotzdem - sogar Sturzfrei. Dann noch eben durch Seeheim nach Hause geradelt, ein bisschen erstaunt darüber, dass sich meine Beine doch noch recht frisch angefühlt haben - ein Gefühl dass sich dann nach der Dusche ändern sollte. Mittlerweile bin ich recht platt, aber für euch gibt's trotzdem noch ein paar Bilder von der Fahrt.

Die Aussicht lässt wetterbedingt leider zu wünschen übrig.

Und da wundert sich noch wer, warum ich mich ständig verfahre?!

Fuhrpark vor der Hütte.

Wahnsinnig spannend: Die Ernst-Ludwig-Hütte.