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Alt 18.02.2012, 11:38   #425
bellamartha
Szenekenner
 
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Registriert seit: 30.05.2010
Beiträge: 6.185
Zitat:
Zitat von carolinchen Beitrag anzeigen
Geht es dir gut?!
Liebes carolinchen,

danke, dass du fragst. Ich hatte tatsächlich schon bessere Zeiten als die letzten Wochen.
Es ist aber nix Schlimmes, es geht mir gut, bzw. sollte mir gut gehen, aber es war oft ein diffuses Gefühl von Unglücklichsein und Unzufriedenheit da, das allabendlich in Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit gipfelte, die mich dann erst recht wieder unzufrieden gemacht haben.
Ich habe nur sehr wenig Sport gemacht, war in den letzten drei Wochen dreimal schwimmen und bin zwei, drei mal gelaufen. Wegen der beschissenen Kälte habe ich dafür mehr auf dem Rad gesessen, als mir lieb war, weil der Gaszug meiner Vespa eingefroren war. Das war sehr ungünstig, weil mein Pferd ein bisschen krank war und jeden Tag Medikamente und Bewegung brauchte, ich da aber mit dem Rad nicht hinfahren wollte, weil ich für eine Strecke eine Stunde brauche und ich ja schließlich nicht Sybenwurz oder so heiße, no way! Also musste ich mir abends immer ein Auto ausleihen.

Schön war mein letztes Wochenende, das ich bei meinem Bruder in Hamburg verbracht habe und auf der zugefrorenen Alster eislaufen konnte.

Sehr anstrengend ist zur Zeit die Arbeit in der Klinik. Weiterhin habe ich durchgängig einige sehr arbeitsintensive Patientinnen und Patienten auf der Station und dazu kommen all die Besprechungen, Arbeitsgruppen und Sitzungen, zu denen ich als Sprecherin des Sozialdienstes gehen "darf" und die zur Zeit alle von zwei nervigen Themen dominiert werden: Zum einen der KTQ-Rezertifizierung (so ein Qualitäts-Gedöns für Kliniken, das uns alle 3 Jahre in Angst und Schrecken und Aktivismus versetzt) und zum anderen der bevorstehende Umzug unserer Klinik, da unser jetziges Hauptgebäude kernsaniert wird. Die Kinder-und Jugendpsychiatrie ist schon ausgezogen, die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie auch, jetzt fehlen nur noch die Allgemeinpsychiatrie und die Suchtklinik. Das ist alles ein unglaublicher Aufwand und bedarf umfassender Planungen, vor allem, weil mit der Allgemeinpsychiatrie die sensibelste Station, die Akutaufnahmestation mit den ganzen richtig schwer Kranken dran ist. Diese darf auch nie alleine sein, weil alle anderen Stationen ständig für sie in Rufbereitschaft sind, falls das Personal dort Hilfe bei agitierten, aggressiven Patienten braucht. Im Moment heißt es, dass die verbliebenen 4 Stationen und die 2 Ambulanzen in der Zeit vom 23.-26. April umziehen. Meine Station wird die erste oder die letzte sein.

Um mal wieder was vom Schwimmen zu erzählen:
Gestern war mein allererster richtiger Schwimmwettkampf. Ein Kurzmeeting, um diese obskuren Stadtpunkte erschwimmen zu können, die für die Bahnenverteilung in den Schwimmbädern für die Vereine nötig sind.
Um 18 Uhr gings los, um 17 war Einlass und da schwammen die großen Fische der SG Essen noch. Wie immer klopfte mein Herzchen, als ich den geilen Trainer der SG sah, lechz! Er ist ca. tausend Meter groß, topschlank und bildhübsch, dazu freundlich und fröhlich. Und geschätzte 10 Jahre jünger als ich. Es ist soweit! Ich finde Männer geil, die deutlich jünger sind als ich. Hättet ihr mir das vor 10 oder 20 Jahren gesagt, hätte ich euch für verrückt erklärt.
Das Sahneschnittchen, das er gestern im Einzeltraining hatte, war auch nicht zu verachten. Noch ein Stück größer und naturgemäß in knapper Badehose, so dass ich sabbernd seinen Shakira-Bauch anglotzen konnte: kein Gramm Fett und jeder Muskel hübsch definiert, vor allem diese schrägen Muskeln unten am Bauch, die die Schwimmer so gerne zur Schau stellen, wisst ihr, welche ich meine?

Nach diesen erfreulichen Anblicken, war ich allerdings froh, dass die Herren fettfreien Filetstücke sich dann vom Acker machten, auf dass sie meinen Auftritt verpassen würden! Vielleicht denken sie, ich wäre Schwimmerin, so lange sie mich nicht in Aktion sehen...

Meine nette Mittwochs-Schwimmgruppe freute sich, mich zu sehen, denn sie haben mich vor mehr als drei Wochen zuletzt gesehen. Ich hängte mich an Martina, mit der ich in einem Lauf schwimmen würde und machte einfach alles, was sie machte. Seltsam, dass man sich ca. eine Stunde vor dem Start einschwimmt, aber ab 18 Uhr war ja das Becken für die Wettkämpfe belegt. Ich hatte keine Ahnung, wie viel man so einschwimmt und bin einfach so lange hin und her geschwommen, bis die anderen raus sind.
Dann kam Inga endlich, die zum Daumendrücken und Mitfiebern bestellt war. Ihre Tochter Pia (nächste Woche vier Jahre alt) hatte ich für mich eine Stoff-Robbe als Toi-toi-toi mitgegeben. Das kann man jetzt auch so oder so auffassen, aber ich will man davon ausgehen, dass Pia noch nicht so verdorben ist, dass es eine Anspielung auf meine Figur ist...
Ich war ordentlich aufgeregt und ehe ich mich versah, war ich dran: 50 m Kraul musste ich schwimmen. Den Start habe ich erwartungsgemäß verpennt, meine Reaktionszeiten und der Startsprung ließen zu Wünschen übrig. Naja. Ich schwamm mit meiner Krücken-Meldezeit ganz außen, neben mir Martina. Sonst sieht man ja nix bei so einem Wettkampf, finde ich, nur die Nebenfrau. Die konnte ich nicht ansatzweise einholen und dachte, ich sei bestimmt letzte. Inga hat mir aber später gesagt, dass ich nur Vorletzte wurde, toll was? Die Zeit? So wie im Training ungefähr: 37,38 sec. Die anderen Mädels aus meinem Verein sind auf der Kraulstrecke zwischen 32 und 36 sec. geschwommen, die Männer zwischen 28 und 32 sec. Ganz schön schnell, wenn man bedenkt, dass das ja alles ausgemusterte Schwimmer, die alt, übergewichtig und nicht mehr sehr aktiv sind oder eben Spätberufene.
Ich jedenfalls war froh, dass es soweit geklappt hat und es nicht so schlimm wie befürchtet war. Mein Trainer wollte mich gleich noch zu einem 200 m Wettkampf am ersten Märzwochenende überreden, aber da muss ich im Altenheim arbeiten.
Die anderen sind dann alle noch andere Lagen geschwommen, ich bin nach Hause, weil ich Besuch bekam und später noch tanzen gegangen bin.
Nun bin ich eine echte Schwimmerin, mit einem richtigen Schwimmwettkampf. Toll oder?

Jetzt werde ich meine versiffte Wohnung aufräumen und putzen, danach habe ich Spätdienst im Altenheim und morgen Frühdienst. Dafür habe ich am Montag frei, weil unsere Klinik ja Mitglied in einem großen Kölner Karnevalsverein (dem Landschaftsverband Rheinland) ist und wir deshalb alle eine so genannten Brauchtumstag haben. Da werde ich mal mit meinem Pferd einen langen Ausritt machen, denke ich.

Und zum Schluss noch eine Hiobsbotschaft: Ich kriege den ersten Weisheitszahn! Grauenhaft! Habe ich gestern bemerkt und bin voller Panik, dass der schief wächst und raus muss, da ich ja eine ausgewachsenen Zahnarzt-Phobie habe (die Vorstellung, Zahnarzt zu sein ist für mich ungefähr zu absurd wie die, Guantanamo-Folterknecht oder ähnliches zu sein).

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und hoffe, dass es euch gut geht!

Herzliche Grüße
J.
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