Bin auch kein Papst-Fan und noch weniger von der katholischen Kirche (meine Frau kämpft hier in Oberbayern seit Jahren darum, den Schulanfangs- und Schlussgottesdienst, die jeweils das Schlujahr einrahmen, ökumenisch zusammen mit katholischem
und evangelischen Gemeinde-Pfarrer zu feiern- der katholische Pfarrer weigert sich beharrlich

; da ist sein Chef in Rom bereits Jahrzehnte voraus!)
Aber was mich an Benedikt schon wiederholt tief beeindruckt hat ist dieser
enorme Kontrast zwischen äußerer gebrechlicher und seniler Erscheinung- oft kann er nur mit größter Mühe laufen und sich auf den Beinen halten und auch die Gesichtszüge (mit Ausnahme der hellwachen Augen!) wirken oft wächsern und scheinbar demenzgeprägt- und der
unglaublichen analytischen Schärfe, die zu Tage tritt, sobald er in Interviews oder Reden, wie der gestrigen den Mund aufmacht.
Diese Entkopplung von Geist und Körper gibt's natürlich auch bei anderen Persönlichkeiten, bspw. unserem ehemaligen Bundeskanzler Schmidt, aber Benedikt hat sie erkennbar auf die Spitze getrieben