Zitat:
Zitat von kuestentanne
Die Endlager-Frage fand ich bisher auch als größtes Problem, je nach Müll bis zu 100000 Jahre ist ein nicht überschaubarer Zeitraum.
Allerdings könnte man mit entsprechenden, wie hier schon erwähnt wurde, Reaktoren das Ganze auf ca. 300 Jahre verkürzen, dazu ist dieser Müll dann auch noch weit weniger radioaktiv.
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Genau daraum darf es IMHO derzeit einfach kein Endlager geben. Die Technik ist noch keine 100 Jahre alt, wer weiß was da in weiteren 100 Jahren möglich ist. Vielleicht können wir das Zeug dann problemlos in nichtstrahlendes Material umwandeln, zigmal mehr Energie mit einer risikoarmen Technik rausholen ... wer weiß das schon? Aber einmal sinnfrei verbuddelt und wir kommen so schnell nicht wieder ran. Was ist wenn mal ein Erdbeben das Endlager beschädigt? In mehreren 100m Tiefe im Boden kommt man nie wieder dran.
Ansonsten bleibt die Diskussion irgendwie eine äußerst beschränkte. Zahlt irgendein Kohlekraftwerksbetreiber für die Umweltschäden die er verursacht? Irgendeiner von uns für das was er an schädlichen Nebenwirkungen der Umwelt zufügt durch seinen Energieverbrauch? Wir zahlen die Kosten für die Energie, die Nebenwirkungen nehmen wir da stillschweigend in Kauf. Ob es Auto, Strom, Heizung oder was auch immer ist.
Und dabei auch nicht vergessen was alles für uns irgendwo anders gefördert, produziert oder was auch immer wird.
Wie teuer müssten viele Produkte werden wenn wir damit die Neuaufforstung von Regenwald zahlen müssten um nur mal ein Beispiel zu bringen?
Damit das nicht wieder falsch verstanden wird: Die AKWs SIND ein Problem, aber eins von vielen die wir geschaffen haben.
