Zitat:
Zitat von Rhing
Abenteuerlich und in der Tat eigentlich nicht zu glauben.
"Dass das Dopingproblem in der Breite und nicht im so oft thematisierten Spitzensport liegt, stellt auch die Schwerpunktstaatsanwaltschaft München I fest. "
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die Aussage ging mir auch schwer gegen den Strich. Wer sowas behauptet, der muss es auch plausibel belegen können und das tut der bunt geschriebene Artikel von Daniel Drepper nicht einmal ansatzweise.
Dass es in der Bodybuildingszene im Umfeld der Fitnessstudios ein breites Dopingproblem gibt, ebenso wie im Profi-Radsport und in Teilen des Amateur-Radsportes, st eine Binsenweisheit, aber daraus Rückschlüsse auf den Amateursport in Deutschland allgemein, namentlich die Läufer- und Triathlonszene zu ziehen ist Schwachsinn.
Der einzige überprüfbare Beleg, der angeführt wird, ist die methodisch äußerst schwach angelegte Bonner Studie über den Schmerzmittel-Konsum von Läufern. Die gebräuchlichen Schmerzmittel in der Läuferszene sind Paracetamol, Aspirin, Ibuprofen und Voltaren--> keins dieser Mittel steht auf der Dopingliste, vielmehr stehen sie alle ausdrücklich auf der sog.
Beispiel-Liste zulässiger Medikamente der NADA-Bonn, die jeder Sportmediziner erhält, gerade damit er bei der Betreung von Sportlern nicht versehentlich Präparate mit verbotenen Substanzen einsetzt.
Aus dem Gebrauch (und in vielen Fällen sicherlich auch Missbrauch, denn wer ein Schmerzmmittel nimmt, ohne verletzt oder krank zu sein begeht zweifellos einen Fehler) erlaubter Schmerzmittel auf das Ausmaß von Doping Rückschlüsse ziehen zu wollen ist nicht nur unzulässig, sondern grenzt an Verleumdung!