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Alt 11.05.2009, 10:36   #120
Jimmi
Szenekenner
 
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Registriert seit: 16.11.2006
Ort: Eisenach
Beiträge: 2.611
Bitte korrigieren, wenn ich Mist erzähle:

Entgegen der landläufigen Meinung wird beim Schwimmen das Wasser nicht mit den Händen und Armen nach hinten geschaufelt, sondern an der Hand und Armrückseite ein Unterdruck erzeugt, ähnlich wie bei einer Tragfläche. Im Optimalfall saugt sich die Hand an dem Punkt regelrecht in Wasser fest, an dem wir anfangen, vortriebswirksam zu ziehen und verlässt das Wasser an dem selben Punkt, hat also keinerlei Schlupf.
Daraus folgt zum einen, das Luft, die ich ins Wasser hineindresche und die sich hinter der Hand sammelt, diesen Saugeffekt vermindert. Das gleiche gilt, wenn ich mit den Füßen zu weit raus komme und das Wasser nur verquirle. Den gleichen Quirleffekt habe ich auch, wenn die Finger gespreizt sind.
Weiterhin gibt es einen optimalen Anstellwinkel der Hand zu Beginn des Zuges – auch wieder analog zu der Tragfläche von frag mich nicht wie viel Grad. Genau so die Füßchen: Kann ich die Füße nicht ganz strecken (Taucherflosse), dann habe ich wesentlich weniger Effekt auf den Fußsohlen, ich muss mehr arbeiten und verliere nutzlose Energie, denn die Beine dienen beim Langstreckenschwimmen lediglich der Stabilisation bzw. der Wasserlage, aber nicht dem Vortrieb (gepriesen sei der Erfinder des Neoprenanzugs).
Wenn ich in der Lage bin, diesen „hydrodynamischen Lift“ ins Wasser zu zaubern, muss klar sein, dass das saumäßig anstrengend ist, denn ich ziehe quasi den gesamten Körper wie an einer Reckstange durch das Wasser. Das führt oft zu Ausweichbewegungen der Hand, dem sogenannten „Tellern“. Bedeutet: Entweder zu wenig Muckies oder zuviel Strömungswiderstand. Beides gilt es zu verbessern, die reine Muskelkraft und die Wasserlage.
Langsames Schwimmen kann man jetzt durch zweierlei Effekte erreichen: Entweder ich vermindere die Zugfrequenz bei weiterhin optimalem „Wasserfassen“ oder ich behalte die Frequenz bei und ziehe nicht mehr optimal.
Mir ist das schon so gegangen: Ich schwamm mich konsequent an einen Gegner ran und erhöhte die Frequenz, um den richtig stehen zu lassen. Nur konnte ich dann nicht mehr sauber schwimmen, d.h. es ging sehr viel Leistung einfach flöten, sprich ich habe die entzückendsten Wasserwirbel erzeugt, aber kein Mehr an Geschwindigkeit.
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Keine Panik!
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