gemeinsam zwiften | youtube | forum heute
Triathlon Coaching
Triathlon Coaching
Individueller Trainingsplan vom persönlichen Coach
Wissenschaftliches Training
Doppeltes Radtraining: Straße und Rolle mit separaten Programmen
Persönlich: Regelmäßige Video-Termine
Mehr erfahren: Jetzt unverbindlichen Video-Talk buchen!
triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Take The Long Way Home
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 27.02.2009, 01:44   #1317
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 06.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 38.652
Zitat:
Zitat von ChrisL Beitrag anzeigen
So böse find ich den Kommentar zu den Grünen überhaupt nicht ...
Er stammte nicht von mir.
Mit der Meisterschule waren wir bei Kawasaki zu nem Fahrwerkslehrgang und die haben uns mit den Worten "Willkommen bei den Opeln unter den Motorrädern" begrüsst.

Um Kawasaki zu verstehen, muss man sich näher in die Materie vertiefen: Die Firma "Kawasaki Heavy Industries" (weiss nicht, ob sie immer noch so heisst) ist in Japan etwa sowas wie Siemens, Mercedes/Daimler, Porsche, Krupp und noch n paar andere, grosse, tonangebende Firmen zusammen. Die bauen in irgendwelchen Sparten Stahlbrücken, Supertanker, Autos, Lkws, Elektrik, Flugzeuge, Elektronik, Lokomotiven und eben Motorräder.
Letztere sind sowas wie der Furunkel am Arsch von Kawasaki und machen, obwohl im Gegensatz zu den anderen Produkten weltweit vertrieben, nen minimalen Bruchteil des Umsatzes aus.
Aus dieser Perspektive erscheint es in nem anderen Licht, dass die konsequent einige Lücken wie Roller, lange Zeit 80er/125er nicht, oder andere, wie der 500er Chopper mit dem Sporttwin aus der GPZ besetzen. Da nimmt es schon Wunder, dass es solche Aussenseiter wie die W650 oder die Estrella gibt/gab;- die ja von vorneherein nicht gerade brutal absatzträchtig sind.

Andererseits haben sie mit Modellen wie den frühen Zweitakt-Witwenmachern oder den Z´s ganz grosse Würfe gelandet und stets neben Suzuki gezeigt, wie man durch Vergösserung der Produktionstoleranzen günstiger produzieren und anbieten kann und, vorallem, dass die Kisten dennoch lange halten können (wobei die Betonung auf "können" liegt... )

Letztlich sind mir die Treiber genauso lieb oder nicht wie andere auch, sieht man mal von BMW und Harley bzw. Chopperfahrern allgemein ab.
Die drei letztgenannten sind (weitgehend) ne spezielle Klientel (weitgehend, weil ich mir damit die Türe bei Leuten wie Drullse nicht vor der nase zuschlagen möchte und weil es wirklich Ausnahmen gibt, die wie immer jede Regel bestätigen), die sich wichtiger nimmt, als sie ist und zB. die Ducatisti, obwohl die auch Grund hätten, davon auszugehen, dass sie n elitärer Haufen sind (und Kohle haben).
Naja, wie auch immer: es gibt keine Raufereien am Streckenrand, wo die Fans einer Marke die einer anderen niedermachen;- wieso auch, schon in der nächsten Saison kann sich das Blatt wenden, und im Fahrerlager eh genauso.
Das war eigentlich das Schöne: jeder weiss, wo er steht, und nachdem sich der komplette Zirkus alle paar Tage über den Weg läuft, richtet man sich damit ein.
Ich will damit nicht sagen, dass es nicht schillernde Persönlichkeiten gäbe, mit denen es einfach sei, aber man hat einerseits genug Abstand, dass die Reibereien nicht zu arg werden und andererseits die Nähe, zu merken, wie der Hase läuft.
Bei Peter (Rubatto) war ich ziemlich froh, als die Saison vorbei war, mit Michael (Geiger) hab ich mich unheimlich oft bis aufs Messer gefetzt, aber ebensoviel von ihm angenommen wie er von mir und nie in meinem Leben jemanden kennengelernt, der ein so Getriebener war wie er.
Ein Perfektionist, Illusionär, begnadeter Rennfahrer, Arbeitstier, aber andererseits auch immer für ne ausgelassene Party gut, fröhlich Feste, lustige Treffen und rasante Ausfahrten. Grosszügig auf der einen Seite, wo es sein musste aber auch mit spitzem Rechenstift, ausgelassen wenn es möglich war, ernsthaft und arbeitsbesessen wo nötig.
Selten, dass er vor Mitternacht hinterm Schreibtisch vorgekrochen und nach Hause ist, aber auch garantiert nicht der erste, der im Fahrerlager in die Koje gekrochen ist, selbst wenn das erste Training am folgenden Morgen um Acht war.
Verlangte unheimlich viel, gab selbst aber auch unendlich viel mehr.

Gut, kleiner Ausflug in die Vergangenheit.
Entspannend.

Heute reichts mir echt, und das begann schon morgens um Sieben mitm Laufen.
Als ich zurückkam, begann es schon wieder zu schneien.
Und ich weiss nicht wovon, aber mir tun die Haxen weh.
Normal hab ich keine Probleme damit, den ganzen Tag zu stehen, gestern und heute war ich aber schon um jede Minute froh, die ich sitzen konnte.
Morgen, also jetzt gleich, probier ich mal wieder Schwimmen aus, nachdem ich mich mal wieder mit einigen Lieferanten rumgeschlagen und ein paar Packerln aufgegeben hab.
Danach gehts rund und gibt wieder einiges zu tun.
Vielleicht hab ich beim Frühstück die Gelegenheit, mal abzuchecken, obs die lange Saunanacht im Schwimmbad noch gibt, dann werf ich alle Pläne um, knicke die Sendung am Abend und lass mich nachm Schwimmen mal wieder richtig n paar Mal durchbrutzeln.
Und nach Freiwilligen muss ich noch telefonieren, die als potentielles Opfer für ne kleine MTB-Ausfahrt am Sonntag über 50000Längs- und 1000Höhenmeter dienen könnten...
__________________
Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten