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Ich erwarte ja, das Trumps Verhalten mittelfristig den USA schaden wird.
Trump nutzt aktuell die Asymmetrie zwischen den USA und Europa für Verhandlungsmacht. Das haben auch seine Vorgänger nicht anders gehandhabt. Das Problem ist, wie er es macht.
Er behandelt internationale Politik wie einen kurzfristigen Immobilien-Deal. Staaten funktionieren aber nicht wie Geschäftspartner auf Zeit, Staaten arbeiten zwangsläufig jahrzehntelang und länger zusammen. Eine erfolgreiche Kooperation beruht auf Erwartung von Verlässlichkeit. Macht wirkt nur, wenn sie berechenbar ist.
In der Wirtschaft kannst Du Partner wechseln, Beziehungen sind ersetzbar. Gewinne müssen am Besten sofort sichtbar sein. In der Weltpolitik sind Partner oft alternativlos, Entscheidungen wirken über Jahrzehnte. Kurzfristige Vorteile können langfristige Verluste sein.
Kurzfristig kann das allerdings sicher extrem gut wirksam sein und mal zugespitzt formuliert: Was in 10 Jahren ist, kann Trump ziemlich egal sein, wahrscheinlich auch schon in fünf.
Vielleicht irre ich mich aber auch.
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