Zitat:
Zitat von Genussläufer
Ich kann nur einfach mit unserer Herangehensweise nichts anfangen.
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Folgende Studie finde ich hochspannend in der Analyse, aber auch in den möglichen Lösungen:
https://frontier-economics.uksouth01...2025-10-27.pdf
Die Studie stellt nicht die Klimaziele infrage, sondern den Weg dorthin.
Zentrale Diagnose:
Die deutsche Energiewende ist extrem teuer, hochgradig bürokratisch und ökonomisch riskant. Sie basiert auf sehr optimistischen Annahmen (Technologiekosten, Effizienzgewinne, Ausbaugeschwindigkeit). Sie gefährdet Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Wertschöpfung und Akzeptanz. Sie droht am Ende klimapolitisch wirkungslos zu bleiben (Carbon Leakage). Das wird gut plastisch aufgezeigt.
Dann werden die Kosten transparent aufgezeigt und ein Bild über deren Relativität zur Wirtschaftsleistung und der Gesamtinvestitionen aufgezeigt. Ich könnte das zusammenfassen, aber es lohnt sich hier mal im Detail zu lesen. Dann werden die Gründe für bestimmte Instrumente besser verständlich.
Der Charme des von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen Gruppe ist weniger die technischen Lösungen, sondern die Strategiearchitektur.
Vor allem die konditionale Kooperation „Wir reduzieren relativ zur Peer Group (G20 + X).“ ist spieltheoretisch überzeugend. Das ist eine klassische Trigger-Strategie:
Wenn ihr mitzieht → wir gehen weiter
Wenn nicht → wir bremsen
Das ist Tit-for-Tat. Damit geben wir die Trümpfe nicht aus der Hand. Und wir vermeiden, unsere Wettbewerbsfähigkeit aufzugeben, wenn die anderen nicht mitziehen. Für mich macht das sehr viel mehr Sinn, als unsere aktuelle Strategie.