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Zitat von Meik
Typische Fake-News. An Notstromaggregaten mangelt es nicht, in 2min google-suche kriege ich ein Dutzend in verschiedenen Größen bei den großen Verleihern wie Boels und Co. zur sofortigen Verfügbarkeit angezeigt. Netzbetreiber haben Ersatzstromaggregate, das THW hat immer noch genug, diverse Elektrobetriebe, ... wie viele willst du haben?
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Also als bei uns im Januar 2024 im Krankenhaus eine Ringleitung beschädigt wurde, und damit auch der Notstrom nicht mehr funktionierte, hingen 5 Gebäude mit ca. 200 Betten und die zugehörigen Räumlichkeiten zunächst an 3 mobilen Generatoren des THWs. Das waren damals die einzigen Kapazitäten für diese Größe in ganz Berlin und Brandenburg ( weshalb sie auch binnen eines Tages durch Leihaggregate kommerzieller Anbieter ersetzt wurden, damit die Kapazitäten für Notfälle wieder frei waren, Und das ganze lief so instabil, dass ich anfangs an einem Evakuierungsplan für unsere Abteilung mitgearbeitet habe.
Ist jetzt keine Kritik und ich bin da auch nicht im Thema, aber mein Eindruck ist schon, dass die Ressourcen begrenzt sind. Aber es macht ja auch keinen Sinn oder ist weit hergeholt, jetzt tausende kleine Dieselaggregate vorzuhalten.
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Problem ist dass normale Häuser gar keine Notstromanschlüsse haben und man nicht mal eben ein Kabel umstöpseln und einen Wohnblock an ein Aggregat anschließen kann. Kritische Infrastruktur wie Altenheime oder Krankenhäuser haben entweder eigene Notstromversorgungen oder spezielle Einspeisevorrichtungen für externe Aggregate.
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Ich finde die Kritik an der professionellen Hilfe auch total überzogen und ungerecht. Das ist ein riesiger Schadensfall und gerade unter denkbar ungünstigsten Wetterbedingungen. Da wird gerade extrem viel gemacht und wenn man Ende niemand ernsthaft gesundheitlichen Schaden nimmt und keine größeren Sachschäden entstehen, ist das richtig gut gelaufen und ein gutes Zeugnis für den Staat.
Aus meiner Sicht ist das auch der übliche Reflex nach Grosschadensereignissen, dass man einen Schuldigen haben muss. Der Täter wird man wahrscheinlich nicht habhaft werden, also schießt man sich auf den Senat ein. Das sich da letztlich einfach viele unglückliche Umstände summieren und es wirklich schwierig ist, da bessere Lösungen zu finden.
PS: bezüglich helfender Tatkraft gibt übrigens Frau Giffey hier in Berlin ein ungewohnt positives Bild, während Wegner mal wieder den Köpper direkt ins Fettnäpfchen hinlegt.