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Zitat von Klugschnacker
Du siehst ja, wohin das wirtschaftliche Laissez-faire geführt hat.
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Ja, zu einem weltweit einmaligen Wohlstand für Menschen.
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Zitat von Klugschnacker
Heute sehen wir uns zunehmend mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen konfrontiert. Dagegen gemeinsam etwas zu unternehmen, ist keine "Einmischung" vonseiten der Staaten, sondern deren Aufgabe.
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Einerseits teile ich Deine katastrophale Sicht auf die "zunehmende Zerstörung der Lebensgrundlagen" nicht, sehe höchstens einzelne, teilweise auch große Probleme, die man angehen sollte. Andererseits ist "etwas zu unternehmen" ein weiter Begriff, und meine Vorstellung von sinnvollem und angemessenem Handeln deckt sich nicht ganz mit dem, was speziell in Deutschland betrieben wird.
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Zitat von Klugschnacker
Eine Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen ist doch genau das, was Du für Dich selbst ausdrücklich ablehnst. Die kommenden Generationen sollen schauen, wie sie klar kommen.
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Das ist für mich kein Widerspruch. Ich verlange auch nichts von der vorherigen Generation, sondern schaue, wie ich meine Welt gestalte, für die - Menschen die jetzt leben. Das ist Eigenverantwortung für mich. Was Du meinst ist für mich Fürsorge für andere und für die Zukunft, ggf. auch auf Kosten der aktuellen Generation. Das ist mir zu spekulativ, da wir die Probleme der nächsten Generation zu wenig kennen und vorhersehen können.
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Zitat von Klugschnacker
Entwicklungshilfe: weg damit. Vegetarier: lasst mich bloß in Ruhe! Tempolimit: Reine Gängelei. Atommüll: Buddeln wir einfach der Nachwelt unter die Äcker.
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Entwicklungshilfe: begrenzen auf Hilfe zur Selbshilfe mit begrenzter Dauer, Daueralimentation und Abhängigkeit davon verhindern. Vegetarier: private Entscheidung, jedem das Seine, nicht das Meine. Tempolimit: wo sicherheitstechnisch relevant, richtig, sonst unnötig. Atommüll: Entwicklung von Technologien zur Weiterverwendung sind in Arbeit, Forschung am Problem sinnvoll, da Energiequelle wertvoll.
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Zitat von Klugschnacker
Ich bin ebenfalls kein Engel und fliege locker-flockig für einen Triathlon einmal um die Erde. Ich kann aber einräumen, dass jene im Recht sind, die das kritisieren.
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Ich fliege zwar nicht um die Welt, aber tue auch möglicherweise Sachen, die andere nicht gut finden. Sachliche Kritik ist immer o.k., moralische Verurteilung und persönliche Angriffe nicht. Ich kann mit jeder anderen Meinung leben, die keinem schadet und auch akzeptiert, daß ich und andere diese nicht teilen. Ich möchte keine Welt, in der alle einer Meinung sind, mir reicht, wenn alle zivilisiert miteinander umgehen. Wenn ich meine, der Kritiker hat Recht, dann ändere ich auch mein Verhalten, sonst bin ich nicht ehrlich. Wenn ich aber nicht der Ansicht bin, soll der Kritiker damit auch leben können.