Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Ich stelle mir versuchsweise vor, die Veranstaltung hätte immer Heidelbergwoman geheißen. Allen Finishern wäre zugerufen worden "You are an Heidelbergwoman!".
Später hätte man das Rennen auf "Heidelberg Triathlon" umbenannt.
Würden sich dann die gleichen Leute darüber aufregen wie heute, weil sie Gendern albern finden? Gäbe es einen Tweet von Markus Söder auf X, der sich dafür ausspräche, dass der Gesamtsieger weiterhin als "Heidelbergwoman" gekürt würde?
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Dein Beispiel geht also davon aus, daß es ein generisches Femininum gegeben hätte, weil es sonst natürlich unsinnig wäre - wäre es so gewesen, wäre eine Umbenennung m.M.n. genauso unnötig. Ich bezweifle, daß durch die Namensänderung sich irgendetwas nennenswertes bzgl. oder für Frauen im Starterfeld ändert.
Ansonsten kann man es
als Rückkehr zum ursprünglichen Namen sehen; (die Erklärung könnte ich eher verstehen). 1990 hieß das Rennen auch schon "Heidelberg Triathlon", damals noch allerdings auf ganz anderen, weniger anspruchsvollen Strecken. Für mich ist der Name Heidelbergman nun mal mit der aktuellen Streckenführung eng verknüpft und ist ein klanglich gutes Pendant zum Römerman eine Woche davor - die zwei Rennen sind für mich immer schon ein "Doppelpack", das zusammengehört; eine Rückkehr zum Namen der unspektakulären Ur-Strecke hat für mich daher einen etwas entwertenden Klang. Aber das wird vermutlich genauso wenig für die meisten ausmachen, wie der alte Name kaum eine Mehrheit gestört hat. Rebranding ist bei gut etablierten Produkten immer ein Risiko, wenn auch hier vermutlich ein geringes.