Zitat:
Zitat von Meik
Letztlich muss man sich ja auch immer fragen, ich Miete, für meinen Vermieter lohnt es die Wohnung zu kaufen und mir zu vermieten. Einer von beiden kann nicht rechnen.
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Die Rechnung ist aber für beide völlig unterschiedlich. Erstens kann ein Vermieter in verschiedene Objekte investieren, was sein Risiko streut. Eine Wohnung ist dann doch schon ein immenses Risiko in einem Wert. Gut, dass man die Marktpreise nicht an der Börse sieht. Dann könnten einige nicht so ruhig schlafen. Dazu kommt, die Abhängigkeit vom Standort. Klar, man kann auch wieder verkaufen. Nur sind die Transaktioskosten bei der Immobilie extrem hoch, so dass sich diese erst über viele Jahre amortisieren.
Ökonomisch ist das auch ein wenig anders. Der Vermieter kann die Beschaffungskosten, den Zins sowie die Abschreibung als Kosten in der Steuer ansetzen. Das bleibt dem Mieter verwehrt. Ich will jetzt nicht weiter ins Detail gehen. Mir ging es nur darum, dass die Aussage: "Es ist egal, ob ich die Immobilie für mich oder den Vermieter abbezahle." Nonsens ist. Ich weiss, dass Du das so nicht explizit gesagt hast.
Du hattest weiter oben einen sehr guten Punkt gemacht, den ich mal mit meinen Worten wiedergeben würde: "Manchmal ist es besser eine Stunde über Geld nachzudenken als eine Stunde dafür zu arbeiten."
Der Spruch ist natürlich nicht von mir, sondern von John D. Rockefeller geklaut.