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Wie versprochen, kommt hier noch mein Testbericht für Langdistanzrennen, bisher habe ich zum Vergleich Roth, Frankfurt, Kalmar, Klagenfurt und Hamburg. In Almere war ich mal zur Mitteldistanz und zum Zuschauen.
Im Vorfeld: Es gab kaum Informationen über das Rennen, Campingplatz ist keiner in Reichweite, praktisch alle Teilnehmer werden per Shuttle-Bus von der Innenstadt zum Start gebracht. Eine Unterkunft außerhalb der Stadt ist also maximal unpraktisch, die Hotelpreise sehr teuer.
Die Stadt: Ich bin per Auto hingefahren, Zwischenübernachtung in Frankreich, Kurzbesuch in San Sebastian. Dagegen ist Vitoria nicht so schön, es ist eine typische Großstadt mit schönen und hässlichen Ecken. Es gibt einen Flughafen, aber auch Bilbao ist in der Nähe mit Direktflug ab Düsseldorf. Die Umgebung ist hübsch, Vergleichbar mit der Landschaft rund um Roth. Das Klima ist angenehm, wegen der Hochebene (500m üNN) meistens tagsüber 25 Grad und nachts 13 Grad. Ich war zufällig im offiziellen Race Hotel, alles top und modern , sogar mit Küche, nur leider ohne Klimaanlage.
Programm: Anmeldung war entspannt, aber zum Ende dann doch ausgebucht. Es habe keine Nudeparty, die Expo mit ca. 10 Messeständen sehr klein. Wettkampf Besprechung weit außerhalb, aber auch Online.
Das Schwimmen: Ein wunderschöner Stausee mit sauberem Wasser, stabile 20-21 Grad, keinerlei Wellen, keine Wasserpflanzen oder andere Störfaktoren. Es gibt beim Start eine tolle Liegewiese mit Badeinfrastruktur, ähnlich wie beim Rothsee, ich war noch zweimal vorm Rennen dort, einfach toll. Der Wörthersee ist zwar noch schöner, aber wegen des Kanals dort, gefiel mir das Schwimmen in Vitoria noch besser und somit am besten von allen Veranstaltungen, die ich je gemacht habe.
Das Radfahren: Wir sprechen über exakte 180km und etwas über 1000 Höhenmeter. Das Profil ist so ähnlich wie in Roth nur ohne die Steigung von Greding, also insgesamt leichter und schneller. Landschaftlich anfangs sehr schön, zwischendurch auch mal langweilige Stücke entlang einer Autobahn. Ein paar nette Örtchen, keine gefährlichen Stellen. Pulkbildungen wie man sie von Mallorca oder Barcelona hört und sieht, gab es nicht, auch die Profis hatten große Abstände. Die ersten 6 sogar von je mehreren Minuten. Der Wind drehte und wurde zum Ende stärker, dadurch waren meine ersten 100km sehr schnell und danach eher langsam bei gleichen Wattzahlen. Ich habe keine einzige Panne gesehen, die Werkstattzelte waren alle 2,5 Runden leer.
Das Laufen: Gelaufen wird im Zentrum, es sind vier schattige Runden mit sehr vielen Zuschauern. Mir gefiel die enge schlaufenförmige Runde nicht so gut, ich fand es nervig und mir ging es nicht gut. Wenn man aber Supporter hat, können sie einen mehrfach pro Runde ohne Aufwand sehen.
Insgesamt würde ich behaupten ein tolles Rennen, geeignet für schnelle Zeiten und viel Spaß. Es liegt halt immer dran, was man mag und möchte.
Mein Ranking wäre jetzt
1. Kalmar
2. Roth
3. Klagenfurt
4. Vitoria
Pause
5. Almere
6. Hamburg
7. Frankfurt
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OUTING: Ich trage Finisher-Shirts beim Training, auf der Arbeit, in der Disco, auf Pasta-Partys, im Urlaub und  beim Einkaufen
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