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Hersh vorzuwerfen, sein Report stütze sich auf eine und nicht mehrere Quellen, halte ich für mehr als unsinnig angesichts der Tatsache, dass Informanten in den USA mit hohen Strafen verfolgt werden, siehe Assange, Mannings, Snowden. Welchen Beitrag hat die TAZ bisher geleistet, um eine investigative Recherche wegen des Attentats auf die Nordstream-Pipeline durchzuführen? Null. Entscheidend ist doch die Qualität des Informanten und der Daten, nicht die Quantität, was allein Hersh beurteilen kann.
Die TAZ verzichtete darauf, den Leser über den Report von Seymour Hersh sachlich in einem eigenen Artikel zu informieren. Man findet keinen Artikel in der TAZ, wo die Zeitung neutral über den Ablauf der recherchierten Ereignisse berichtet. Stattdessen schreibt die Journaille einen einzigen tendenziösen Meinungskommentar zur Recherche. Mieser Journalismus. Müssen die Leser der TAZ alle wie Kinder an die Hand genommen werden?
Immerhin erfährt der Leser im Kommentar bei der Gelegenheit nebenbei, dass "die Bundesregierung bislang Fragen nach dem Ermittlungsstand „aus Gründen des Staatswohls“ nicht beantwortet," obgleich die TAZ es bisher selbst nicht für notwendig fand, ihre Leser über diese parlamentarischen Anfragen der PdL und der AFD zum Nordstream Attentat zu informieren.
Geändert von qbz (13.02.2023 um 22:39 Uhr).
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