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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Putin und die Ukraine
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 27.04.2022, 12:56   #4589
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
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Registriert seit: 16.09.2006
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Beiträge: 25.276
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Deutschland ist der Hauptfinanzier des russischen Militärs. Kein Land überweist mehr Geld nach Russland als Deutschland.
Aus meiner Sicht finanziert Deutschland nicht das russische Militär, sondern wir haben langfristige Handelsbeziehungen zum russischen Staat. Dieser Staat gibt wenige Prozent seiner Einnahmen für das Militär aus. Der weitaus größere Teil des russischen Staatshaushaltes dient anderen Zwecken, nämlich bspw. dem Renten- und Gesundheitssystem seiner Bürgerinnen und Bürger.

Ich fände es interessant zu erfahren, ob verminderte russische Staatseinnahmen während eines Krieges tatsächlich die Mittel des Militärs beschneiden. Oder ob sie stattdessen die Renten- und Sozialkassen belasten. Boykottieren wir wirklich das Militär oder hauptsächlich die kleinen Leute Russlands?

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Ein weiterer Gedanke: Wenn der Westen den Handel mit Russland weitgehend einstellt, bleibt China als bedeutendster Handelspartner Russlands übrig. China ist vermutlich sehr an günstigen russischen Rohstoffen interessiert. Sofern China der einzige verbliebene Großabnehmer ist, befindet sich das Reich der Mitte gegenüber Russland in einer starken Verhandlungsposition, was die Rohstoffpreise für China noch weiter sinken lässt.

Für China ist das eine gute Sache – Russland wird de facto eine Rohstoffkolonie für China. Die Chinesen profitieren von der Isolation Russlands und werden sich daher nicht gegen diesen Krieg positionieren.

Wir bekommen daher eine Machtachse USA/Europa und eine Machtachse China/Russland. Die Frage für uns Europäer ist, ob wir damit zufrieden sind oder ob wir zwischen alle Stühle geraten – man denke nur an die mögliche Wiederwahl Trumps.
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