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Zitat von svmechow
Dann das Fanal im September 2021. Nach 01:34 werde ich wie das Strandgut der Triathlongemeinde ans Ufer des Main-Donau-Kanals gespült. Der normale Fährbetrieb hatte bereits wieder begonnen und ich werde aus der Bugwelle eines Schleppers von helfenden Händen ans Ufer gezogen, freundliche Menschen ziehen mir die Schwimmsachen aus, tauschen die Schwimmbrille gegen den Fahrradhelm und setzen mich auf mein Bike.
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svmechov: Wirklich köstlich geschrieben. Ich will jetzt deine Heldentat nicht noch heldenhafter erscheinen lassen, aber in der Ergebnisliste stehen sogar 1:37, dazu noch fast 8min in T1
Vielleicht macht es dir etwas Hoffnung wenn ich dir sage, dass ich selbst das Schwimmen erst vor einem Jahr gelernt habe und aufgrund von Corona sich die Schwimmvorbereitung für Roth auf genau 5 Monate mit ca. 10-15km/Monat beschränkt hat. Ich bin dabei einfach nur geschwommen so gut wie es ging und habe versucht mich immer wieder auf den Armzug zu konzentrieren. Beine sind bei mir hoffnungslos, die gehorchen meinen Anweisungen nicht und machen gerade was sie wollen. In Roth bin ich völlig entspannt 10min schneller aus dem Wasser gekommen als du, das lag aber sicher nicht an übermäßig kräftiger Muskulatur die mangelhafte Technik kompensieren könnte. Meine Oberarme haben den Umfang von Streichhölzern und den Latissimus suche ich bis heute vergeblich. Dazu habe ich mir in der Wechselzone weitere 2min gespart. Letzteres lag wahrscheinlich daran, dass mein Wechselbeutel der letzte verbliebene in der gesamten Reihe war.
Meine Empfehlung als absoluter Schwimmlaie: einfach schwimmen, 3mal pro Woche, dabei immer schön auf den Armzug konzentrieren und zwar immer auf einzelne Bereiche, also einmal Catch-Phase, einmal Druck-Phase, ... Achte beim Armzug auch einmal ganz bewusst auf die Hüfte, geht sie seitlich weg wenn du durchziehst? Was passiert wenn du die Hand weiter aussen oder weiter unter dem Körper nach hinten ziehst, bleibt die Hüfte ruhiger? Einfach ausprobieren und versuchen durch Beobachtung zu lernen. Nichts verrücktes machen, erst recht keine Pirouetten wie sie Schnodo in Perfektion beherrscht. Statt ganzjährig 1x wöchentlich widerwillig ins Wasser zu hüpfen lieber ein paar Monate konzentriert schwimmen.