Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Ich diskutiere die interessante Tatsache, dass ein Athlet mit deutlichem Hüftspeck Laufleistungen auf dem Niveau der absoluten Weltklasse zeigt.
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Meinst diese Röllchen?
https://mobile.twitter.com/kristianb...680563200?s=21
Ich halte das für unbedeutend.
Auf der Langdistanz ist die Energieverfügbarkeit, Ermüdungsresistenz und mentale Stärke m.E. dominierend. Auch kann das Laufen auf der Langdistanz nicht mit dem Laufen im Marathon verglichen werden. Es ist um Klassen langsamer und deutlich kraftbetonter, wie z.B. auch Anne Haug im Bestzeit Podcast erläutert.
Wenn man so möchte hat mit dem Shift der „Kurzdistanzonkels“ (Zitat Faris) eine neue Phase begonnen. Athleten wie McCormack habe Hinweise drauf gegeben, wo es hingehen kann. Auch die gescheiterten OD Athleten (und davon gab es nicht wenige) liesen und lassen ahnen was kommen kann. Frodeno ist der Switch super gelungen und es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass andere Athleten kommen und das noch besser hinkriegen.
Etwas Hüftspeck zeigt doch nur, dass es auch anders geht. Heute war z.B. die U20 XC EM in Dublin. Die Deutsche Anneke Vortmeier zeigt auch dort mit einem tollen 5. Platz, dass eine tolle Athletin nicht die „erwartete“ Figur haben muss um eine starke Athletin zu sein. Freilich. Das ist nicht Weltspitze, das weiß ich auch.
M.E. ist Blumenfelt einfach sauschnell und er hat so ziemlich alles, was man braucht super drauf. Zumindest kommt das bei mir so an. Allerdings: Ich sehe das wie bei Iden. Die beiden müssen erstmal gewinnen, wenn sie dem taktischen Druck eines Frodos oder Langes etc. unterworfen sind. Eine schnelle Zeit hinzulegen, wenn man sein eigenes Pacing gehen kann, ist das eine. Wenn man allerdings gezwungen ist, gewisse Moves mitzugehen oder Rückstände aufzuholen, kann das schon viel mehr Körner kosten, was sich beim Laufen rächt. Warten wir ab, wenn wir die Alphatiere zusammen in St. Georg am Start sehen und was passiert, wenn vielleicht Frodeno zusammen mit nem anderen im Wasser schon Druck ausübt.
Wie heißt es so schön: Wichtig is auf‘m Platz.
