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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Kristian Blummenfelt auf der Langdistanz
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Alt 23.11.2021, 11:48   #142
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 25.052
Ich finde nicht, dass sich die Norweger um Arild Tveiten in ihrem Training großartig von dem unterscheiden, was im Ausdauersport etablierter Mainstream ist. Insbesondere macht die Verwendung einer "neuen" Messmethode, beispielsweise die Laktat-Feldtests, keinen so großen Unterschied, wie man vielleicht meint. Von Nuancen abgesehen, ergeben sich die Intensitäten einfach aus den Umfängen. Je höher die Umfänge, desto geringer auf Dauer die Intensitäten und umgekehrt

Wenn wir nichts über Tveitens Trainingsmethoden wüssten und er für uns eine Art "Black Box" darstellen würde, dann müssten wir seine Methode schlicht nach den Ergebnissen seiner Sportler beurteilen.

Einerseits sind da Blummenfelt und Iden, die natürlich ein starkes Argument zugunsten seiner Methoden darstellen. Andererseits sind da jene Sportler, die ebenfalls nach seinen Methoden trainieren, aber weniger erfolgreich sind als die Sprösslinge anderer Trainer. Wenn die Stars ein Argument sind, dann sind es auch die "Looser", was ich hier mit allem Respekt anführen will. In der Summe ergibt sich ein gemischtes Bild mit viel Licht und ein paar Schatten.

Generell wird der Einfluss des Trainers häufig überschätzt, wie mir scheint. Der Erfolg und Misserfolg ist zu 95% auf den jeweiligen Sportler zurückzuführen, nur einen kleinen Teil kann man dem Trainer zusprechen. Talent, Arbeitsmoral, Geduld und Planerfüllung des Athleten sind wichtiger als Konzept A oder B des Trainers.

Außerdem existieren solche klar unterscheidbaren Konzepte stärker in der Wahrnehmung der Fans oder der Medien, weniger im tatsächlichen Training. Als engagierter Coach hat man gewiss seine Vorlieben und Erfahrungen im Gepäck, aber in der Arbeit mit einem individuellen Athleten behält man einfach bei, was funktioniert, und verwirft, was nicht funktioniert hat. All das innerhalb der recht engen Grenzen der Sportwissenschaft.
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