So ja, hier, es ging ja natürlich noch weiter.
Die Rückfahrt erledigte wie schon erwähnt der Pfarrer himself, wir holten unsre beiden Autos ab und fuhren zurück nach Sibiu, auf deutsch Hermannstadt.
Am Abend vor der Abreise ins Gebirge hatten wir hier bereits Stadtluft gewittert und ich hatte schon bemerkt, dass sich seit meinen letzten Besuchen;- allesamt im letzten Jahrtausend, einiges geändert hatte und die Stadt touristisch erschlossen wurde.
Vieles ist renoviert, die historische Innenstadt durchgehend, das Zentrum davon mit ner Fussgängerzone erschlossen, und es gibt unheimlich vieles anzuschauen, Museen zu besuchen wie beispielsweise das
Brukenthal-Museum.
Man muss nicht unbedingt Kunstliebhaber sein, um hier auf seine Kosten zu kommen.
Im allgemeinen ist Rumänien ja so n bissl als rückständig in den allermeisten Köpfen besetzt, aber man vergisst leicht, dass einige Pioniere vieler Bereiche aus RO stammen (Hermann Oberth, Nikola Tesla, Nicolae Paulescu, Trajan Vuia, ...), der sarek-Nationalpark der älteste Europas ist oder in Timisoara/Temeschwar 1884 die erste, elektrische Strassenbeleuchtung Europas installiert wurde.
Aber wie auch immer. Mein erster Besuch 1994 war mit dem Motorrad (eigentlich bis auf diesen jetzt alle, wenngleich wir die Kisten teilweise aufm Hänger oder im Bus da runtergeschleift haben) und drehte sich mehr oder weniger um die Suche nach Spuren dieses Typen, der als Dracula durch Bram Stoker berühmt wurde.
Betrifft jetzt nicht Sibiu, eher Sigishoara, das wir als nächstes besuchten, dass die Rumänen damit gar nix annfangen konnten und sich des Hypes der Story bei uns gar nicht bewusst waren.
Das hat sich grundlegend gewandelt und es setzt sich zunehmendes Bewusstsein hinsichtlich des historischen Erbes durch.
Aber erstmal genug der Worte, Buidln!
