Zitat:
Zitat von NBer
Nein. Ich werfe noch einmal die mir geläufige Zahl, die ich aber im Moment mit keiner Studie untermauern kann, in den Raum .... 20% Unterschied im Atemminutenvolumen. Wenn die Zahl auch nur annähernd stimmt, kann es aus meiner Sicht kein objektives Argument für eine reine Nasenatmung geben. Was die Leute subjektiv fühlen ist dann mal dahingestellt.
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Hmm... wenn es nur das subjektive Gefühl wäre. So einfach ist es nicht, wenn ich mich recht erinnere. Es ist nun eine Weile her, dass ich mich damit beschäftigt habe, aber ich ich meine, dass das absolute Volumen nicht entscheidend ist, weil z.B. beim normalen Atemvorgang immer nur ein Bruchteil der Luft in der Lunge ausgetauscht wird.
Bildinhalt: Lungenkapazität aus Lung Function - Lung Volumes and Capacities
Zitat:
Zitat von schnodo
...Videos, das sich mit dem Gasaustausch in der Lunge beschäftigt:
Blood Gases (O2, CO2 and ABG)
Interessant fand ich dabei, dass der überwiegende Teil des eingeatmeten Sauerstoffs wieder ausgeatmet wird.
Hier eines zum Lungenvolumen und zur Lungenkapazität:
Lung Function - Lung Volumes and Capacities
Neu für mich hier, dass bei der normalen Atmung immer nur ca. 500 ml ausgetauscht werden, bei einem angenommenen Lungenvolumen von 6 Liter und dass "vollständiges Ausatmen" gar nicht möglich ist.
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Außerdem wird die Sättigung des Blutes mit Sauerstoff schon sehr früh erreicht. Hier ein Video, das den Zusammenhang erläutert:
Oxygen - Haemoglobin Dissociation Curve - Physiology
Bildinhalt: Haemoglobin dissociation curve
Atemmangel(training) wirkt sich positiv auf die Sauerstoffaufnahme im Blut aus. Es ist nicht intuitiv, aber der Sauerstoff wird am besten im Gewebe absorbiert, wenn der CO₂-Anteil im Blut höher ist (blaue Kurve im Screenshot), weil dann die Bindung des Sauerstoffs ans Hämoglobin weniger stark ist.
Zitat:
Zitat von NBer
PS: Habe gerade einmal einen zugegebenermaßen wenig aussagekräftigen Selbsttest gemacht........Luft total ablassen und dann bis Maximum einziehen. Mund/Nase immer um 2 Sek, nur Nase um 2,5 Sekunden. Gerade beim Schwimmen, wo man in kurzer Zeit viel Luft ziehen möchte, spricht das klar für Gesamtatmung.
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Wie gesagt, ich meine verstanden zu haben, dass sich die größere umgesetzte Luftmenge nicht direkt gleichsetzen lässt mit größerer Leistung.
Ich begreife mangels Medizinstudium die Zusammenhänge leider nicht vollständig. Falls etwas nicht stimmt, bitte ich um Nachsicht und Korrektur durch jemanden, der es besser weiß.
PS: Grund meiner Nachforschung war seinerzeit, dass ich herausfinden wollte, was aus wissenschaftlicher Sicht die optimale Form der Atmung beim Schwimmen ist. Naja, seht selbst:
Zitat:
Zitat von schnodo
Ich habe inzwischen noch einmal darüber nachgedacht, was das in den letzten Tagen Gelernte mir zur relevanten Frage sagt. Zur Erinnerung nochmal die Frage: Was ist beim Schwimmen prinzipiell besser? Langsam vollständig ausatmen, explosiv vollständig ausatmen oder explosiv unvollständig ausatmen? Ich weiß es leider nicht, weil mir immer noch nicht klar ist, wie sehr sich das Gasgemisch in diesen Varianten überhaupt unterscheidet und welche physiologischen Auswirkungen das hat...
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...der Vorhang zu und alle Fragen offen.
