Zitat:
Zitat von Necon
Also der physiologische Brennwert wird in einem Bombenkaloriemeter ermittelt. Bedeutet du verbrennst einen Stoff und misst wie viel Wärmeenergie dabei freigesetzt wird. Wie natürlich bekannt ist funktioniert unser Körper aber nicht so, es gibt zig Einflussfaktoren die den physiologischen Nährwert eines Lebensmittels für uns reduzieren bzw. eigentlich müsste man sagen, die es uns unmöglich machen diese zu 100% aufzunehmen. Dabei geht es wenn man es sehr detailliert betrachtet um Dinge wie % an Ballaststoffe, wie ist der Mahlgrad vom Mehl, um welche Aminosäuren Zusammensetzung handelt es sich, wie ist die Gesundheit deiner Bakterienkultur im Magen usw usw.
Muss man dies für die Breitemasse im Auge behalten? Vermutlich nicht. Der 0815 Sportler wird mit einem Defizit von 300 kcal langfristig abnehmen und bei einem plus von 300 kcal langfristig zunehmen, aber es gibt natürlich immer die Ausnahmen und für diese sollte man die Zusammenhänge im Hinterkopf behalten. Wenn also jemand absolut nicht zunimmt und sich sehr bewusst ernährt und mit vielen unverarbeiteten Lebensmittel schadet es also nicht das Kalorienplus von Anfang an höher anzusetzen wenn diese Person zunehmen möchte.
Für Leute die Abnehmen wollen würde ich aber auch gar nicht mit 100-200 kcal Differenz anfangen, da ist einfach der Spielraum zu klein und die Ungenauigkeit zu hoch erstens durch die oben genannten Unterschiede, zweitens durch die Bestimmung der nötigen Kalorien, drittens über die Genauigkeit mit der man die Kalorien einträgt.
Für mich spielt es keine Rolle ob ein Apfel 150 oder 200 Gramm hat, wenn du aber mit 100-200 kcal Different arbeiten würdest, beginnt das durchaus eine Rolle zu spielen.
Ich persönlich bin auch nicht zwingend der Freund von Abnehmen über mehrere Monate wenn man optimieren will, also wenn ich nun von 88 auf 86 kg gehen will, würde ich das nicht auf 2 Monate verteilen weil ich damit am Optimum bin und vorsichtig sein möchte, sondern das relativ radikal angehen mit hohen Defizit, aber dafür sehr sehr hohen Eiweißanteil. Die 2 kg wären in zwei Wochen weg und die Zeit würde ich noch dazu richtig hart trainieren.
Ich gebe dir aber absolut Recht, man sollte das Thema nicht zu verkopft angehen, der erste Schritt für mich ist bewusster Ernähren, Alkohol weglassen, Süßigkeiten reduzieren mehr Sport. Wenn man damit nicht abnimmt kann man beginnen Kalorien zu zählen damit man ein Gefühl dafür bekommt was man wirklich braucht.
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Spannend, danke dir!
Ich habe das „glück“, dass ich meist maximal 3-4 kg übers Jahr verteilt schwanke - also bei 190cm bin ich im Wettkampfsommer meist Richtung 79Kg, im Herbst wie jetzt dann bei ca. 83kg. Meine Erfahrung ist eher eine komplett andere bzgl des abnehmens - wenn ich über 3-4 Monate (meist Januar bis April) keinen Alkohol trinke und wenig „genussschlemmen“ betreibe nehme ich kontinuierlich ab. Versuche ich schnell Gewicht zu verlieren, bin ich im Training schlapp und meist danach krank
Aber so ist jeder individuell - danke dir!