Ja, welcome back.
Das vergangene Wochenende sollte mal ein recht lockeres ohne groben Plan und Ziel in der Fränkischen werden.
Ein bissl war im Hinterkopf, dass der GrenzZoigl grad offen hat und die Edelweisshütte am Samstag neueröffnet wurde.
Und ich wollt natürlich meine Standheizung wieder einbauen, um das grosse Loch im Wohnwagenboden wieder zuzukriegen.
Erfreulicherweise schaffte ich letzteres sogar direkt am Freitag Abend schon, nachdem nachmittags tote Hose war, so dass ich das Zeitfenster für die Anreise nutzte.
Nu iss aber auch mal wieder gut, wie oben angedeutet geht mir der Trubel da grad ziemlich aufn Zeiger und ich will mich da nicht ausschliessen, denn ich trage ja meinen Teil dazu bei.
Überlaufene Hotspots kann ich hier auch und ohne Anreise haben, dazu muss ich nicht wegfahren.
Ausserdem hab ich für ne Kollegin und mich neue Bikes gekauft, die wollen jetzt auch erstmal wieder ausgeritten werden.
Also, Samstag war nu also komplett zur freien Verfügung, so dass ichs gemächlich angehn liess.
Als ich mich grad zur Radtour der Pegnitz längs nach Norden aufgerafft und ausstaffiert hatte und losrollte, kam mir ein Fahrzeug mit der Aufschrift 'Mobiler Gasprüfungsservice' entgegen und hielt bei meinem Campingplatznachbarn gegenüber.
Da wusst wieder jeder bescheid, nur ich nicht, aber ich konnt mich kurzfristig noch reindrängeln und hatte ne halbe Stunde später die Plakette auf der Büchse kleben.
Und dann gings auch schon los.
Die Muhkuhs wollten irgendwie nicht so recht aufs Bild. Erst gingense so hin und her, dass immer eine hinter nem Busch war, dann warense beide verschwunden im Sucher und ich fand heraus, dass sie sich grad mal eben niedergelassen hatten. Aber jahuu, es war Bullenhitze, was willste machen.
Taugt ja nicht jedem Rindvieh so wie mir.
Gestatten: Student (der rechte Bruder).
Da hat unsereiner natürlich nix verloren;- da geht alles bei 6 oder 7 los, was mit Klettern zu tun hat.
Aber vorbeiradeln geht immer.
Die Strecke am Bach entlang ist echt abschnittsweise idyllisch. Jedenfalls, wenn man die Szenerie derzeit mal kurz für sich alleine hat.
Dass man aber auf und neberm Fluss niemanden hat, ist momentan wirklich selten.
Nachm
Grenzzoigl bin ich dann teils ein wenig vom Flussradweg abgewichen und es ist nicht so, dass da dann nix loswär, aber teils halt viel weniger. Das hab ich ja vor zwo Wochen schon erlebt.
Hier an dem Loch musst ich aber dennoch um ein Bild anstehn und erstmal ne Serie wegwerfen, wo im Hintergrund jemand durchradelte.
Was würden wir wohl zu Coronazeiten ohne Ebikes machen?
Keine Ahnung...
Der (frühe) Abend wurde etwas hektisch dann, nachdem sich meine Route etwas von der Bahnlinie (die den Fluss begleitet) entfernte. Als ich allmählich mit nachlassender Lust, weiterzuradeln, nach nem Bahnhof Ausschau hielt und sinnloserweise der Bahn-App zutraute, mir den nächsten Bahnhof zu zeigen, fand ich zwar jenen nicht, aber heraus, dass in ner halben Stunde ein Zug ginge und der nächste erst zwo Stunden später.
Natürlich führte der Weg zum Bahnhof ausschliesslich bergauf, jetzt wo es eilig war, und ebenso natürlich führte sich der Fahrkartenautomat auf, als ich ihn erreicht hatte.
Also, das iss nix für schwache Nerven da mit der Deutschen Bahn.
Aber das wissen wir ja.
Aber gut, am Ende wird alles gut und ists nicht gut, ists auch noch nicht das Ende.
Sonntag jedenfalls gleiches Programm, nur eben zur Edelweisshütte.
Ausschlafen, ein paar Kaffee, dann los.
Heidewitzka, ein Teil führte über die Strasse, sehr angenehm ohne Schatten bei den vorherrschenden Temps, vorallem, weil der Strassenteil sehr hübsch und kontinuierlich bergauf führte.
Weniger töffte, dass ich (wiedermal) nix zu Trinken mithatte.
Da trafs sich nicht so gut, dass bei der Edelweisshütte Chaos herrschte.
Grosses Schild "Im Biergarten Selbstbedienung".
Also stell ich mich irgendwo am Schalter an. Nach 5 Minuten ohne Ansprache und ohne dass was weiterging, hab ich mal gefragt, was wir hier tun: das ist die Ausgabe für Essen, das am Tisch bestellt wurde.
Ok, also doch keine Selbstbedienung. Oder nur so halb...
Nu war leider kein Tisch mehr frei, Nachfragen erbrachte die Auskunft, man dürfe sich hier nirgends dazu setzen. Doof, wenn zwei Tische mit zusammen 10 Plätzen zusammengestellt sind und die mit nur einer oder zwei Personen besetzt sind.
Könnte man pfiffiger lösen...
Einen Stehtisch fand ich dann, macht ja nix zu Stehn, hab ja lang genug aufm Rad gesessen.
Nu steh ich da so vor mich hin und allmählich werd ich wirklich etwas durstig, da werd ich immer gern knatschig, wenn alle Bedienungen mich ignorieren.
Das hab ich mir dann weitere 10 Minuten angesehn und mich dann wieder aufs Radl gesetzt und bin weitergefahren.
Ich hab gewiss nix gegen Inklusionsbetriebe, aber irgendwie sollt man auch (potentielle) Kundschaft mit einbeziehen, find ich.
Man kann sicherlich verschiedene Holpereien im Ablauf damit entschuldigen, nicht aber, dass es dazu gar nicht erst kommt.
Naja, ein hübsches Gräfflstück iss mir unterwegs immerhin noch unter die Räder geraten.
Erfreulicherweise konnte der Rest des Weges eh fast nur noch bergab gehn.