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Alt 01.02.2020, 16:17   #3990
bellamartha
Szenekenner
 
Benutzerbild von bellamartha
 
Registriert seit: 30.05.2010
Beiträge: 6.184
Hello!

Was war das für eine nette Überraschungsparty gestern für einen Kollegen, der in Rente geht! Übrigens der, über den ich an meinen prima Job in der Klinik kam. Denn ich arbeitete damals ja auch schon nebenher im Altenheim, war gerade am Ende meines Anerkennungsjahres in einer Suchtklinik, als Heike, eine Kollegin, mir berichtete, dass ihr Kumpel Klaus pflegerischer Stationsleiter einer neuen Entgiftungsstation für Heroinabhängige wird, also genau so einer Station wie der, auf der ich mein Anerkennungsjahr machte. Sie stellte den Kontakt her, ich bewarb mich und bin dort seit nunmehr 20 Jahren. Das ist natürlich nur die Kurzversion.

Wer die ausführlichere nicht lesen möchte, überspringe bitte einfach die folgenden Absätze.
Ich bekam also durch Heike Kontakt zu Klaus, der mir sagte, wo ich mich bewerben müsse. Damals gab es noch einen Leiter des Sozialdienstes, der in einer Außenstelle der Klinik arbeitete. Ich entschied mich dafür, ihm die Bewerbungsunterlagen persönlich zu übergeben, weil ich, so dachte ich, in persönlichen Begegnungen häufig überzeugen kann. Und ich wollte die Stelle unbedingt!
Ich brachte Herbert also die Unterlagen und es war ein netter, kurzer Kontakt, dem kurz darauf eine telefonische Einladung zum Vorstellungsgespräch folgte. Yeah!
Am Tag des Gespräches war ich natürlich ein wenig angespannt und aufgeregt. Ich war beizeiten geduscht, ordentlich gekleidet und tigerte unruhig durch die Wohnung, die ganz in der Nähe der Klinik war. Dann rief die Sekretärin des Chefarztes an, wo ich denn bliebe. Hä? Ich: "Der Termin ist doch um 12 Uhr!" Sie: "Nein, der war um 11:30 Uhr." (Oder so, ich weiß es nicht mehr.) Ich: "Ich kann in 15 Minuten da sein!" Sie: "Nein, Herr Dr. Paulus hat jetzt keine Zeit mehr. Wir werden uns bei Ihnen melden." Ich diskutierte noch kurz mit ihr, sie ließ sich auf nix ein, sie könne jetzt ohne Rücksprache mit Dr. Paulus (dem damaligen leitenden Oberarzt der Klinik) nichts neues sagen.
Ich war völlig perplex und fertig. Überlegte, haderte und rief sie erneut an. Sie könne mit ihm nicht sprechen, er sei jetzt in der Mittagskonferenz. Ich nervte sie, ob sie ihn dort nicht kurz anrufen könne und fragen, ob ich heute noch kommen könne. Ich wusste damals noch nicht, dass die Mittagskonferenz die tägliche Besprechung der Ärzte ist und dass er sie als Teil der Klinikleitung mit leitete und daher dort nicht gestört werden konnte. Ich nervte solange, bis sie mit ihm telefonierte, vermutlich nur, damit ich endlich aufhöre, ihr auf die Nerven zu gehen. Eine Stunde später oder so war ich dort und hatte mein Vorstellungsgespräch mit ihm und meiner heutigen Kollegin Bärbel.
Diese behauptet bis heute zwei Dinge: Erstens, dass ich, als die Sekretärin angerufen habe, unter der Dusche gestanden habe, weil ich den Termin verpennt hatte. Was ja so nicht stimmt, denn ich bin bis heute sicher, dass ich am Telefon einen Termin für 12 Uhr genannt bekommen hatte. (Dagegen spricht allerdings, dass da eben täglich die besagte Mittagskonferenz ist, da also eigentlich keine Termine vereinbart werden. Allerdings war die damalige Chefsekretärin ziemlich verstrahlt und man munkelte später auch noch schlimmeres, so dass ich mir immer einrede, dass sie es wohl vermurkst hat. Keine Ahnung, egal.)
Außerdem behauptet Bärbel, dass es eh klar gewesen wäre, dass ich die Stelle kriege, das Vorstellungsgespräch also nur eine Formalie gewesen sei. Denn Herbert, der Leiter des Sozialdienstes, sei hin und weg von mir gewesen, weil ich ihn äußerlich an eine von ihm sehr geschätzte Kollegin von früher erinnert habe.
Ich weiß nicht, ob es stimmt, ist auch egal, auch wenn man eine Stelle natürlich lieber bekommt, weil man fachlich überzeugt, als weil man aussieht wie jemand anderes.
Hauptsache war aber, dass ich die Stelle hatte und ich war im siebten Himmel!

Klaus war dann einige Jahre der Stationsleiter, baute dann die Entgiftungsstation für Kinder und Jugendliche auf und wurde dann Abteilungsleiter erst der Suchtklinik, später auch der Kinder- und Jugendpsychiatrie und war Stellvertreter der Pflegedirektorin. Ab und zu fuhren wir mal Motorrad, was er kann wie kaum ein anderer.

Klaus hat sich unglaublich über die Überraschungsparty mit 80 Leuten aus der Klinik gefreut und es war eine super Sache! Ich musste allerdings schon um kurz vor Mitternacht gehen, weil die Anmeldung für den Wakenitzman und für den Sassenberg Triathlon öffnete. Und, hurra!, ich bekam einen Startplatz für beides!

Jetzt heißt es also wieder, regelmäßig schwimmen zu gehen, damit ich mich auf den 14 km am 30.08. nicht blamiere. Ich bin gespannt, ob ich wieder Freude am regelmäßigen und umfangreicheren Training bekomme.
Heute Abend beim Vereinstraining werde ich noch mal den CSS Test wiederholen, den ich vor zwei Wochen verbockt habe, weil ich mal wieder nicht mit meiner Uhr klarkam.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
Gruß
J.
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