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Alt 07.12.2019, 13:19   #15740
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 25.170
Von Christopher Hitchens kommt folgender Gedanke. Er bezieht sich auf eine Novelle, also eine fiktive Geschichte eines Autors.
In dieser Geschichte machen die Archäologen einen spektakulären Fund. Sie finden in Palästina das Grab eines Menschen. Das Grab lässt sich auf ein Alter von 2000 Jahren datieren. Die Leiche darin trägt eine Dornenkrone, Durchstiche von Nägeln an Händen und Füßen, sowie an der Seite des Brustkorbs den Einstich einer Lanze. In seinem Mund finden sich Reste von Essig. Weitere Details bestätigen den Verdacht: Es handelt sich eindeutig um das Grab von Jesus aus Nazareth.

Das bedeutet aber auch: Jesus ist nicht auferstanden. Die Geschichte, auf welcher der christliche Glaube beruht, ist falsch.
Angenommen, das wäre keine Fiktion eines Romanautors. Sondern die Archäologen hätten diesen Fund tatsächlich gemacht. Was würde das für uns bedeuten?

Würden wir alle plötzlich ohne Moral dastehen? Könnten wir nicht mehr Gut von Böse unterscheiden? Würden wir die Leichen unserer Eltern und Freunde auf Müllkippen werfen? Hätte gar unsere Existenz ihren Sinn verloren?

Ich denke und hoffe, niemand hier würde für sich selbst diese Fragen mit Ja beantworten.
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