Zitat:
Zitat von BananeToWin
Kommt drauf an was man darunter versteht. Nicht so sehr wie vermutlich viele andere. Trotzdem geht es im Glauben darum, eine Verbindung zu Gott herzustellen und diese Enstehen zu lassen.
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Das ist etwas Privates, das ich nicht kritisiere. Wenn jemand denkt oder spürt, ein Gott kommuniziert mit ihm, habe ich nichts dagegen, solange nicht andere Menschen darunter zu leiden haben.
Was bei Deinen Schilderungen über das Wesen des Glaubens aus meiner Atheistensicht etwas zu kurz kam, ist die Tatsache, dass sämtliche Religionen miteinander überkreuz liegen oder lagen. Selbst kaum unterscheidbare Teilströmungen ein und derselben Religion bekriegen sich bis auf’s Messer. Deine friedliche und sympathische Sicht, dass viele (alle?) Religionen dasselbe meinen, wird von den Religionen überwiegend nicht geteilt. Selbst Protestanten und Katholiken sehen sich bis heute in aller Regel außerstande, wichtige Feste gemeinsam zu feiern.
Und was ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte: Wir sehen Gandhi als ein Vorbild für Frieden und gewaltfreie Selbstbestimmung. Seine Religion und sein Gott, der für ihn zu den unbestreitbaren Tatsachen gehört, ist jedoch alles andere als friedlich und gewaltfrei. Das Kastensystem der Hindus ist grausam, ungerecht und asozial. Diese Seite des Götterglaubens gehört aus meiner Sicht mit ins Bild.