Hallo schnodo,
zum Abklappen finde ich leider das Video nicht mehr. Ich bin leider nicht so methodisch wie du und hab einfach vergessen, wie der Schwimmer hieß. Er wurde dort von einem Triathleten interviewt zum Thema schwimmen, und am Schluss schwimmt der Triathlet dann eine Runde und wird von dem ehemaligen Meisterschwimmer beurteilt.
Phelps schwimmt so ähnlich, vielleicht etwas weniger ausgeprägt. Dominic Franke macht es in den Videos, die ich mir angeschaut habe, beispielsweise überhaupt nicht, er zieht einfach gerade durch. Was mir persönlich gut gefällt, aber andere deutsche Schwimmer waren einen Tick schneller als er (sind inzwischen zurückgetreten, glaube ich), und ich frage mich, ob das einer der Faktoren gewesen sein könnte.
Da sowohl Phelps als auch Franke erfolgreiche Wettkampfschwimmer sind, geht wohl beides. Phelps Bewegung ist ungefähr das, was mein Arm fast von selber macht (so jedenfalls mein Eindruck, ich hab leider keine Kamera), wenn ich nicht gezielt darauf achte, in der Bauchgegend wie Franke gerade durchzuziehen. Aber ich steh nun mal auf gerade durchziehen

, obwohl ich mal ein bisschen experimentieren werde. Bei mir geht's ja nicht um die Zeit, sondern nur um's gute Gefühl, flüssig und einigermaßen ansehbar zu schwimmen.
Was die Handhaltung angeht, du meinst, wenn du Haltung D ohne dich darauf zu konzentrieren verwendest, klappt deine Hand nach vorne weg, wenn du durchziehst, oder klappst du sie zu stark in Zugrichtung?
Interessant vielleicht, beim Brustschwimmen, schwimme ich eher mit D. Beim Kraulen komme ich aber automatisch in Stellung C, mit locker angelegtem Daumen und die Finger am Fingerwurzelgelenk leicht angewinkelt. Zu allem anderen müsste ich mich zwingen. Ich muss mal demnächst darauf achten, wie ich die Hand beim Delfinschwimmen halte. Beim Rückenschwimmen definitiv C, ohne angelegten Daumen
Vielleicht ist die Handhaltung übrigens relativ gesehen auch nicht unwichtiger, als viele der anderen Feinheiten, wenn man mal ein gewisses stilistisches Niveau erreicht hat. Schließlich gibt es auch hinsichtlich der anderen Stilelemente unglaublich viele Spielarten, die anscheinend alle gleichermaßen zu schnellem Schwimmen führen können (wenn man die stilistische Bandbreite bei den Top-Athleten als Anhaltspunkt nimmt).
Die Handstellung ist da wahrscheinlich genauso wichtig oder unwichtig, wie alle anderen Faktoren, sobald man mal ein gewisses Grundniveau erreicht hat.
Mich hat D halt einfach optisch immer gestört, sah für mich immer undiszipliniert aus. Aber gut, Phelps macht's, dann passt es wohl
Und in Ergänzung zu Herrn Saint-Exupéry: Viele Wege führen eben nach Rom
