Ich hatte zur aktiven Zeit nie ein Leistungsmesser dran, war mir zu teuer, und ich meinte, meine mäßigen Ambitionen rechtfertigen sowas nicht. Inwzischen glaube ich schon, daß ich mit einem solchen Gerät etwas gezielter hätte trainieren können, und evtl hier und da einen etwas schöneren Blumenpott im Mittelfeld hätte gewinnen können

. Das glaube ich, seit ich eins habe (zufällig günstig ergattert) und benutze.
Allerdings habe ich es nicht primär zur Trainingsoptimierung angeschafft, eher nur als Spaßfaktor zur Kontrolle - ich wollte sehen, inwieweit meine gesundheitlich bedingten, gefühlt extremen Leistungsschwankungen auch real meßbar sind. Auch hilft es etwas sich gelegentlich bewußt zu machen, daß ich mich mehr belaste, als es gut tut (ja, geht auch über Puls, aber der ist bei mir auch ein mäßig zuverlässiger Indikator).
Fahrtechnisch hilft es auch noch: z.B. ist es lehrreich zu schauen, wie sich Trittfrequenz, Leistung und gefühlte Anstrengung verhalten je nach Gang, den ich bei einer bestimmten Geschwindigkeit fahre (geht natürlich auch ohne Sensor, aber für einen Ingenieur, der in der Sensorentwicklung arbeitet irgendwie nötig

). Dazu nutze ich die Möglichkeit, auf das Rechts-Links-Balance zu achten - das Ding zeigt mir gnadenlos, wenn ein Bein faul ist und zu viel dem anderen überläßt - ich habe das Gefühl, das hat sich bereits nach wenigen Wochen deutlich gebessert.
Fazit: kein muß, aber kann bei ambitioniertem Training ebenso hilfreich sein wie zur gesundheitsbewußten Kontrolle bei Einschränkungen, und für technik/statistikverliebte Ingenieure dazu noch ein nettes Spielzeug. Ich behalte das Teil auf jeden Fall, auch wenn ich keine Rennen mehr fahre.