Ich denke, den fitteren Langstrecklern hier geht es darum, was eine Langdistanz im Kern für sie ist:
3,8 km Schwimmen
180 km Radfahren
42 km Laufen
und nicht
3,8 km Schwimmen
180 km Radfahren
3 km Laufen und 39 km Wandern
Ausreichend vorbereitet wäre nach dieser Sichtweise ein Sportler, der sich fit genug gemacht hat, um ersteres zu schaffen – zumindest grundsätzlich, auch wenn vielleicht ein verkorkstes Rennen zu Gehpassagen geführt hat.
Diese Sicht hat durchaus etwas für sich. Denn der Marathon mit der Vorbelastung durch das Radfahren und das Schwimmen ist es schließlich, der die eigentliche Herausforderung darstellt. Selbst gute und erfahrene Langstreckler haben mitunter ordentlich zu kämpfen, um nicht gehen zu müssen. "Langdistanz" bedeutet für sie, sich genau dieser Aufgabe zu stellen.
Wer gar nicht auf das Ziel, den Marathon durchzulaufen, hinarbeitet, sondern von vornherein mit ausgedehnten Gehpassagen rechnet, betreibt einen anderen Sport – zumindest ein kleines Bisschen.
Gleichwohl hat auch diese Herangehensweise ihre volle Berechtigung.
Ähnliches gibt es bei großen Marathonläufen. Manche rennen sehr schnell, andere walken von Start bis Ziel mit Stöcken in den Händen, wieder andere liegen irgendwo dazwischen. Sind die Walker nun ebenfalls Marathonläufer und damit Finisher beispielsweise des Berlin-Marathons? Auch darüber kann man endlos streiten. Es handelt sich einfach um unterschiedliche Herangehensweisen und Zielsetzungen.