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Alt 29.01.2018, 13:01   #10762
Jörn
Esst mehr Gemüse
 
Benutzerbild von Jörn
 
Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 3.499
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Aber was willst du tun?
Zuerst einmal würde mich interessieren, ob Dir mein Argument vom "falschen System" einleuchtet. Darum ging es in meinem Posting.

Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Klugschnacker pocht auf die Wahrheit. (...) Mir persönlich ist das nicht so wichtig. (...) Mich interessiert beispielsweise mehr, (...) was daraus an Positivem entstanden ist.
Ich sehe ein, dass Dir die Wahrheit nicht so wichtig ist, sondern was daraus an Positivem entsteht. Das Ergebnis zählt.

Aber wie lässt man Positives entstehen? Zuverlässig? Nehmen wir mal an, alle Länder der Welt würden einen großen "Rat der Weisen" bilden. Und dieser Rat der Weisen beauftragt Dich, ein System zu finden, mit dem man zuverlässig das Positive schaffen könnte, damit endlich mal Schluss wäre mit all den Irrtümern und all dem Leid. Was würdest Du tun?

Es reicht nämlich nicht, das Positive zu wollen. Man muss auch in der Lage sein, es zu erschaffen. Um es zu erschaffen, muss man die richtige Methode anwenden. Was aber ist die richtige Methode?

Die richtige Methode findet die Lösung zielstrebig. Sie würfelt nicht tausende Jahre und schaut dann, was dabei herauskam. Sondern sie analysiert die Gegebenheiten und entwirft daraufhin die Maßnahmen passgenau, sodass das gewünschte Ergebnis herauskommt. Sie erkennt, wenn sie falsch liegt.

Was sagst Du also dem "Rat der Weisen"? Würdest Du die Wahrheit bei Deiner Methode ausklammern? Oder würdest Du stattdessen sagen: "Leute, wenn wir die Wahrheit nicht präzise herausfinden und uns danach richten, kann ja nur Käse herauskommen". Und: "Wenn wir die Wahrheit nicht kennen: Wie sollten wir dann jemals beurteilen, ob unsere Methode richtig oder falsch ist?"


Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Mich interessiert beispielsweise mehr die Nachricht, die transportiert wird und was daraus an Positivem entstanden ist. Du fokussierst auf das Negative, ich auf das Positive. Und so gibt es die verschiedensten Motivationen am Glauben zu hängen.
Du sagst, Du fokussierst Dich eben auf das Positive.

Würdest Du vor dem "Rat der Weisen" auf diese Weise argumentieren? Würdest Du sagen: "Also neulich auf der Weihnachtsfeier haben die Kinder so schön gesungen"?

Der Rat würde von Dir keine Anekdoten aus dem Kindergarten erwarten, sondern eine prüfbare Aufrechnung der Vor- und Nachteile. Es reicht nicht aus, wenn Du Vorteile nennen kannst. Es ist falsch, zu fokussieren, wenn es bedeutet, dass Du einfach ausblendest, was Dir nicht ins Konzept passt. Sondern Du musst Vor- und Nachteile gewichten, und darfst dabei nichts auslassen. Du kannst angesichts des Leids, das die Religionen weltweit verursachen, nicht einfach mit einer Geschichte aus dem Kindergarten kommen, und argumentieren, man müsse eben das Positive sehen.

Das Positive zu wollen bedeutet, das Negative zu vermeiden. Es bedeutet nicht, das Negative einfach zu ignorieren.
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