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Alt 24.01.2018, 19:10   #10599
Jörn
Esst mehr Gemüse
 
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Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 3.499
Würden wir auch zugestehen, dass der Glaube an Jupiter ein spirituelles Bedürfnis befriedigt? Ja. Denn wenn jemand darin etwas Sprituelles sieht, dann ist es eben so.

Es zeigt, dass der Gedanke bedeutungslos ist, wenn man den Begriff auf diese Weise verwendet.

Bedeutung ergibt sich dann, wenn etwas wahr ist oder zumindest wahrscheinlich, sodass die Vermutung nicht völlig albern ist. Beispielsweise würden wir die Vorstellung, die Erde balanciere auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte, nicht spirituell nennen. Vor einiger Zeit hätte man das noch anders gesehen.

Ich habe so meine Zweifel, ob man heute den ganzen katholischen Heiligen- und Engels-Pantheon noch „spirituell“ nennen kann. Es ist allenfalls mystisch, und womöglich hat jemand ein Faible für Mystik. Ist die Moses-Erzählung spirituell? Sein Zauberstab? Die Blut-Opfer? Die grausamen Gebote?

Was ist mit folgender These: Die meisten Leute gehen nicht in die Kirche aus Spiritualität, sondern weil sie sich vor Bestrafung fürchten, oder weil sie sich einen Vorteil beim Jüngsten Gericht erhoffen. Die Predigt finden sie langweilig, aber die Gesänge sind nett.
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