Zitat:
Zitat von Jörn
Die Frage ist zuerst, ob Aristoteles überhaupt recht hatte. Dabei stellt sich heraus, dass er von empirischer Wissenschaft keine Ahnung hatte und mit seinen Thesen über Materie schlicht falsch lag. Warum der Grashalm wächst: Davon hatte er keinen Schimmer.
Einer der peinlichsten Aspekte der christlichen Apologetik ist das verzweifelte Festklammern an Aristoteles. Das klingt sehr gelehrt, und das ist auch der einzige Zweck der Übung. Auf einer wissenschaftlichen Konferenz mit lauter Biologen würde man jeden auslachen, der mit Aristoteles argumentiert. („Warum jedoch wächst der Grashalm? Blicken wir dazu auf Aristoteles! Er schreibt nämlich....“)
Willst Du allen Ernstes behaupten, wir wüssten nicht, warum ein Grashalm wächst? Und dass dies rein natürliche Ursachen (also Wirkungsketten) hat?
Erstens, woher weißt Du das? Deine Versicherung reicht nicht aus. Wie genau hat Dich diese Erkenntnis ereilt? Hat Dir jemand einen Brief geschrieben? Ist Dir ein Engel erschienen? Wie sah Deine Methode aus, die Dich zu dieser Erkenntnis brachte?
Zweitens, warum solltest Du recht haben, und nicht ich? Warum Jahwe und nicht Krishna?
Drittens, warum kann man Gott nicht definieren? Ich halte Deine großzügig dargebotenen Erkenntnisse über seine angeblichen Eigenschaften für eine gewisse Anmaßung, die man bei Gläubigen oft vorfindet. Das Problem ist eben, dass sie sich alle widersprechen. Übrigens, die Bibel schildert seine charakterlichen Eigenschaften durchaus, denn er teilt sie persönlich mit (in wörtlicher Rede). („Denn ich bin ein eifersüchtiger Gott...“ — Zehn Gebote)

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Jörn, ich kann dich so langsam nicht mehr ernst nehmen. Aristoteles war der Erste der empirische Wissenschaft betrieben hat. Er gilt in Gelehrtenkreisen, zu denen du offensichtlich nicht gehörst, als Vater der empirischen Naturwissenschaft überhaupt.
Peinlich sind nicht die christlichen Aspekte, sondern vielmehr ist peinlich, wie du dich selbst entblößt, insbesondere Deine Projektionen in die Bibel und in andere Religionen, und wie die dadurch bedingten und daraus folgenden Zitate eine Spiegelung deines eigenen Charakters darzustellen scheinen.