Zitat:
Zitat von Jörn
Das finde ich eine rhetorisch sehr geschickte Argumentation. Du legst überzeugend dar, dass Religion in der Lage ist, Ängste abzubauen, und führst ein Beispiel an, dem alle sofort zustimmen, nämlich die Angst vor dem Tod.
Hier ist der Fehler: Wenn Du ein System daraufhin untersuchst, ob es Ängste abbaut, dann musst Du auch untersuchen, ob es Ängste aufbaut. Und die Kirchen haben den ganzen Höllen-Klimbim ja überhaupt erst erfunden, sowie den Sünden-Quatsch und die zahlreichen Unterwelt-Märchen.
Kein vernünftiger Mensch würde eine Feuerwehr loben, die ihre Brände zuvor selbst entfacht hat.
Es ist außerdem nicht zutreffend, dass religiöse Menschen keine Angst vor dem Tod hätten.
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Erneut scheinst Du Dich für das tatsächlich Geschriebene anderer wenig zu interessieren.
Meine Beispiele waren explizit auf "Religion" als Sammelbegriff der vielen Religionen bezogen, also nicht allein auf das Christentum. Es gibt genügend Religionen, die kein Höllenbild haben, Du verengst die Diskussion nur gerne darauf. Ist das auch ein rhetorischer Trick? Wäre schön, wenn Du genauso akribisch die Worte Deiner Mit-Diskutanden aufnimmst, wie die der Bibel.
Und für Religionen ist die These recht valide, dass sie Angstabbaiend wirken kann.
Das gilt auch für das Chriszentum. Ich vermute es gibt deutlich weniger Christen, die sich tatsächlich vor der Hölle fürchten, als solche, die Trost oder ähnliches für die Frage des Todes finden.