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Zitat von qbz
In (meinem) bisherigen sozialen Engagement kann ich persönlich kein Wirken von Gott erkennen. Wer es tut, sich sozial engagiert, macht es in meinen Augen aus rein diesseitigen Bedürfnissen heraus und je genauer er diese und sich kennt, umso besser vermag er anderen und der Umwelt zu helfen in der Regel.
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Natürlich geht es beim sozialen Engagement um diesseitige Bedürfnisse, volle Zustimmung. (Beim Glauben an ein Jenseits bin ich im übrigen auch ein Zweifler und behalte mir vor dahingehend noch eine Weile unentschlossen zu bleiben).
Da es dir bei deinem sozialen Engagement aber nicht nur um deine eigenen Bedürfnisse (z.B. Selbstbestätigung, finanzielle Vorteile) sondern auch/insbesondere um das Wohl anderer geht, schwingt da meiner Ansicht nach doch ein gesundes Maß an Nächstenliebe mit. Nach meiner Auffassung "Gott ist die Liebe" handelt es sich demnach doch um ein ganz alltägliches Beispiel wie Gott/ die Liebe wirkt.
Zitat:
Zitat von qbz
Die Theologin Jutta Ranke-Heinemann fragte sich, wie man von einem Gott der Liebe sprechen könne, der seinen Sohn am Kreuz sterben lässt: "Eine blutige Erlösung am Kreuz ist eine heidnische Menschenopferreligion nach religiösem Steinzeitmuster."
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Ich bin thelogisch gesehen kein Profi, aber die Liebe kommt meiner Lesart nach in dem Moment wieder ins Spiel, in dem der Gekreuzigte selbst nicht auf Rache aus ist, sondern die Sünde der Täter auf sich nimmt. Damit wären wir dann bei der Vergebung, die zum komplexesten Teil der Liebe gehört. Wenn ich sage ich glaube an die Liebe muss ich gleichzeitig sagen ich bin ein echter Fan von Vergebung. Vergebung hätte auch in unserer Welt die Power um Wunder zu bewirken... wenn wir/ die verantwortlichen in der Welt ihr eine Chance gäben
Das zeigt auch, dass ich Gott/ die Liebe nicht für allmächtig halte im Sinne "Er/ Sie kann zu jeder Zeit nach belieben Wunder wirken". Das geht aus meiner Sicht auch deshalb nicht, weil Er/Sie ja nicht als Wesen existiert und frei nach Laune die Geschicke der Dinge besimmt. Aber es gibt die Liebe in uns allen. Das, was sie bewirken kann verstehe ich eher als Potential, denn als Allmacht.