Zitat:
Zitat von keko#
Eine völlig religions- und glaubensfreie Welt schreckt mich etwas ab. Das hat sich auch in dieser Diskussion für mich wieder bestätigt.
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Eine glaubensfreie Welt wird es in den nächsten paar tausend Jahren nicht geben. Ich sehe auch nicht, dass jemand vor hätte, eine glaubensfreie Welt zu errichten. Das ist eine Scheindebatte.
Wir sollten aber kritisch sein gegenüber konkreten Religionen und bestimmten Glaubensinhalten. Wo sie schädlich sind und wo sie sich als unwahr herausgestellt haben, sollten wir sie hinter uns lassen. Das machen wir ja auch ständig, deshalb tun uns Gesellschaften leid, die nach der Scharia leben müssen, und freuen uns über unser Grundgesetz.
Neben den Glaubens
inhalten sollten wir IMO aber auch den Akt des Glaubens selbst infrage stellen. Nichtwissen und Nichtwissenwollen sind keine Tugenden, und erst recht sind es keine moralischen Haltungen. Blinder und ungeprüfter Glaube ist unmoralisch. Das zeigt sich zum Beispiel in der Diskriminierung von Menschen auf der Grundlage fragwürdigster Bibelstellen. Die Blindheit des Glaubens gegenüber der Vernunft ist seine Kehrseite, vor der man nicht die Augen verschließen sollte.