Zitat:
Zitat von HollyX
Ich halte (vielleicht etwas über-enthusiastisch) die "mobility-Bewegung" für einen regelrechten Paradigmenwechsel - weg von eher passivem "zu Orthopäden oder Physios gehen" hin zu einem aktiven Korrigieren von Bewegungen und Lösen von muskulären "Verklemmungen".
Grüße
Holger
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Ja genau. Wenn ich bislang mit anderen Sportlern geredet habe, war es in der Regel so, dass Unbeweglichkeit als gottgegeben hingenommen wurde, und bei Schmerz lediglich das Symptom angegangen wurde und nicht die Ursache. Alleine die Einleitung in Starrets Buch gefällt mir da schon unglaublich gut. Ziemlich simpler Ansatz. Dein Körper ist dazu gebaut 110 Jahre zu halten, wenn du völlig lastenunabhängig Bewegungen korrekt ausführst.
Natürlich kommt unterschwellig immer das typisch amerikanische das ist das ultimative beste der Welt mit.
Vor allem dass man so schnell so spürbare Fortschritte erreicht, finde ich unglaublich. Also muss da ja was dran sein mit den Verklebten Faszien usw.
Kleines Beispiel: Ich habe Samstag zum "Aufwärmen" ein Mobility WOD mitgemacht. Ich habe noch nie so gelitten. Ich war mit Abstand der unbeweglichste in der Klasse und war echt hoch frustriert wie scheiße unbeweglich mein Kadaver in all den Jahren geworden ist, obwohl ich mich eigentlich ja für grundsätzlich sportlich halte. Die Übung bei der ich am meisten gelitten habe war der Couchstretch
Ich habe es gerade so hinbekommen, das eine Bein nach vorn zu bekommen. An Oberkörper Aufrichten war gar nicht zu denken. Und es tat einfach nur weh. Besonders weil alle anderen das locker mal eben gemacht haben. Nach zwei Intensiven Mobility Trainings unter Anleitung und mit externen herumbiegen an mir (da haben viele andere sehr neidsch geguckt als die Trainerinnen an mir rumgebogen haben, obwohl ich wirklich gelitten habe), schaffe ich es jetzt schon den Oberkörper so auf 70° aufzurichten. Von den 90° wie auf dem Bild bin ich aber noch viele Einheiten entfernt. Aber es ist schön wenn man Fortschritte bemerkt. Ich war echt baff. Auch im fortgeschrittenen Alter lohnt es sich an seiner Beweglichkeit zu arbeiten. Es ist noch nichts verloren