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Moin,
ein kurzer Bericht:
Das Rennen war vom Wind geprägt und dadurch zunehmend härter. Zu Beginn war wenig Wind, ab ca. 12:00 Uhr hatte er seine volle Stärke von ca. 6 Bft erreicht.
Schwimmen bei 19° kalten Wasser war ok. Nach stimmungsvollem Start hielt sich das Gedränge ein Grenzen. Wellengang gab es noch keinen nennenswerten. Auf dem Rückweg der Runde musste man nach der dritten Wendeboje merklich gegen die Strömung schwimmen. Auf der zweiten Runde gab es dann etwas Wellen, alles aber noch im Rahmen. Nach 1:10 kam ich aus dem Wasser was für mich normal ist.
Nach einem gemütlichen Wechsel mit viel Unterstützung durch Helfer ging es auf die erste von 6 Radrunden. Die erste Runde ging gut durch in 46min da der Wind noch nicht störend war. Ab der dritten Runde war der Wind störend und kräftig vorhanden. Ab Hier müsste man den Oberlenker gut festhalten und konnte nicht mehr locker fahren was bei mir später zu Schmerzen in Armen und Schultergürtel führte. Ab Runde 5 war es dann teilweise wirklich gefährlich. Mittlerweile kannte ich aber zum Glück die Stellen wo es von der Seite reinhaut. Das Ständige korrigieren und Gegengelenke war kräftezehrend. Running Gags: "ohne Wind wärs langweilig" oder "fahr doch mal wieder geradeaus".
Die Stimmung an der Strecke, insbesondere in Glücksburg und Wees, war super und hat ordentlich gepusht. Nach knapp 5h war ich froh wieder in der Wechselzone zu sein - durch den Wind sind sicher mehr Körner auf der Strecke geblieben als gewünscht.
Nach superschnellen Wechsel dank Helferunterstützung ging es mit einem Gefühl der Ungewissheit auf die erste von 5 Runden der LaufstrecKe, ob der Wind jetzt Zuviel Körner gekostet hat - ich hatte bereits leichte Schmerzen am Knie (Patella). Aber es lief gut und nach da. 5 km hatte ich einen lockeren Rythmus gefunden.
Der erste Teil der Runde geht erstmal an der Küste entlang, dann etwas hoch und schlängelt sich dann durch ein Wohngebiet bevor es nach Glücksburg-Zentrum reingeht. Dieser Teil ist eher ruhig mit wenig Publikum was aber dabei hilft seinen Rythmus zufinden. Ab dem Schloss gibt es dann Stimmungsnester, insbesondere der neu eingerichtete Hotspot im Zentrum. Am Schloss vorbei und dann geht es wieder stetig bergab bis man die Brücke am Yachthafen passiert. Ab hier wird man dann die 400m zum Start-Zielbereich von der Stimmung getragen. Der Sprecher im Ziel hat mich auf jede nächste Runde geschickt. Die Verplegungspunkte waren gut verteilt und man musste nie anstehen - ISO, Cola, gel, Wasser.
So liefen die ersten zwei Runden ganz gut, die erste zu schnell, die zweite im richtigen Tempo. Die dritte ist war dann echt hart und ich musste stark darauf achten genug Energie aufzunehmen, immer schön auf dem Grat zwischen Würgereiz und energetischem Loch. Einmal die Runde gab es lauwarme Brühe - die ideale Mischung um das nächste Gel runterzukriegen. In der vierten Runde hatte ich ein high und konnte nochmal zulegen da ich noch ein paar Plätze gut machte. Auf der letzten Runde war es nochmal eng aber ich hatte vom letzten Gel-stand noch einen Vorrat.
War dann sehr froh im Ziel zu sein - das war meine bisher härteste Langdistanz. Seit der dritten Runde tat mir alles weh - inbesondere die Knie - vermutlich geschuldet an den höheren Pedaldruck gegen und am Wind. Riesenstimmung im Zielbereich, auch später noch um 2200 Uhr als die letzen in Empfang genommen wurden.
Fazit: selten so einen stimmungsvollen Wettkampf erlebt, geile abwechselungsreiche Radstrecke, selbes gilt für die Laufstrecke. irgenwann muss ich den mal wieder machen - mit weniger Wind und ohne regen.
So Long,
Klatu
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Laktat ist das Salz in der Trainingsuppe.
Geändert von Klatu (08.08.2016 um 15:50 Uhr).
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