Zitat:
Zitat von Triasven
Demgegenüber habe ich gestellt, dass nicht die Angst vor dem Unbekannten das Problem vieler(meiner Bekannten) ist, sondern das Gegenteil, nämlich das Eintreten von (nicht ernstgenommenen) Befürchtungen.
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Nicht nur Deine Bekannten, wir alle haben Ur-Angst vor dem Unbekannten, sonst hätten wir als Spezies gar nicht überlebt. Diese unspezifische Angst läuft nicht steuerbar, unbewusst bei uns allen mit. Eine dieser Ur-Ängste ist auch die vor Fremden (früher fremder Stamm) bzw. "Überfremdung".
Zitat:
Zitat von Triasven
Demgegenüber habe ich gestellt, dass nicht die Angst vor dem Unbekannten das Problem vieler(meiner Bekannten) ist, sondern das Gegenteil, nämlich das Eintreten von (nicht ernstgenommenen) Befürchtungen.
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Dazu kommen dann noch die konkreten und spezifischen Ängste (z.B. Zuwanderung mit Blick auf Arbeitsplatzsicherheit, Wohnraum, Gewalt etc.), die durch die hohe mediale Präsenz und die sich selbst verstärkenden Prozesse im Netz teilweise deutlich überhöht und eben oft auch kontrafaktisch sind. Die Daten zu den Terrorakten, die Zahl der Moslems in Deutschland, die Zahl der nicht-integrierten Moslems in Deutschland und schließlich die Zahl der Islamisten ist eben "nüchtern" betrachtet eine andere Dimension.
Damit ist natürlich nicht "relativierend" gemeint, dass davon kein "Problem" oder keine "Gefahr" ausgeht, aber es lässt eben auch ein wenig "Luft" aus vielen populistisch überhitzten Argumentationen.
Selbstverliebte Provokateure wie Broder machen die Sache in dem Zusammenhang leider nicht besser.