Zitat:
Zitat von Hafu
Die Zielvereinbarung war bei den Frauen gar nicht so verkehrt formuliert und enthielt wörtlich den 'Zusatz, dass die DTU sich die Möglichkeit vorbehält, einen dritten Olympiastartplatz aufgrund teamtaktischer Erwägungen zu besetzen:
Der Fehler lag letztlich darin, einerseits die nicht-nominierten Athletinnen nicht genügend in den erfolgten finalen Nominierungsvorschlag einzubinden, so dass diese gar nicht auf die Idee kommen, den Nominierungsvorschlag an das DOSB juristisch anzufechten.
Andererseits hätte der Fachverband DTU dem Dachverband DOSB viel deutlicher machen müssen, wie wichtig im modernen olympischen Triathlon teamtaktische Erwägungen sind und dass es aussichtslos ist, eine Athletin mit einer Leistungsstruktur wie Haug ohne Unterstützung durch weitere deutsche Athletinnen nach Rio zu schicken.
Auch nach der Anrufung des Schiedsgerichtes und dem erfolgten Schiedsspruch hätte man auf keinen Fall den schwarzen Peter der Nicht-Nominierung von Athleten vom zuständigen Fachverband DTU an den Dachverband DOSB weiterreichen dürfen und einfach mehr Athleten zur Nominierung vorschlagen als Plätze zur Verfügung stehen sondern hätte einen modifizierten Nominierungsvorschlag von genau 5 Athleten für die zur Verfügung stehenden 5 Plätze, mit dem auch die nicht nominierten Athleten leben können (und der mit diesen abgestimmt wurde und mit dem diese leben hätte können) dem DOSB präsentieren.
|
Ich denke nicht, dass es möglich ist, mit Sportlern die unbedingt zu Olympia wollen und dadurch jede zur Verfügung stehende juristische Möglichkeit ausschöpfen, irgend etwas abzustimmen. Man kann da vielleicht irgendwie Druck aufbauen und de facto erreichen, dass sie nicht klagen, aber abzustimmen im Sinne eines einvernehmlichen Entscheidungsprozesses geht da eher nichts.