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Zitat von zappa
Und wir aushalten lernen, dass es gerade in Glaubensfragen kein "richtig" und "falsch" geben kann.
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Ich würde Dir da zustimmen, Gläubige werden Dir jedoch kaum zustimmen können. Nehmen wir als Beispiel die christliche Lehre der
Transsubstantiation. Dabei geht es um die Frage, wie man sich den Umstand vorzustellen hat, dass eine Hostie (das ist eine Oblate aus Weizenmehl) der Leib Christi sei. Nicht im übertragenen Sinne – sondern die Lehre der Transsubstantiation besagt, dass die Oblate
tatsächlich der Leib Christi sei. Innerhalb dieser Lehre gibt es unter Theologen verschiedene Meinungen. Wer hat recht?
Ich würde Dir darin zustimmen, dass es in dieser Glaubensfrage kein richtig oder falsch geben kann. In gleicher Weise ist es unmöglich zu entscheiden, ob Einhörner mehrheitlich silberne oder güldene Hörner haben. Mohammed flog auf einem geflügelten Pferd in den Himmel und traf dort unter anderem Jesus – Du würdest Dich wundern, welche erbitterten theologischen Debatten es um die Details gibt.
Unter Glaubensgelehrten werden alle diese Fragen sehr ernsthaft diskutiert. Auf dieser Ebene gibt es sehr wohl richtig und falsch. Ab welchem Zeitpunkt genau zieht die menschliche Seele in den Embryo ein, sofort oder erst später? Gelangte Marias Leib in den Himmel, oder nur ihre Seele? Diese und viele andere Fragen sind Gegenstand lebhafter theologischer Auseinandersetzungen.
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Zitat von zappa
Und, dass ein Nebeneinander religiöser und nicht-religiöser Lebensgestaltung durchaus produktiv sein kann, wen wir uns da ein bissl Mühe geben.
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Wärest Du so gut, mir mit einem Beispiel auszuhelfen, bei dem man die besondere Produktivität dieses Nebeneinanders einsehen kann? Ich habe ein paar vage Vorstellungen, bin aber nicht sicher, was Du konkret meinst.
