Bei der häufigen Bezugnahme auf die Eliteprofis muss man sich auch klarmachen, dass diese viele nachweislich wirksame Stellschrauben wie Umfang, Intensität, (Höhen)trainingslager, Schlaf und andere regenerationsfördernde Maßnahmen quasi ausgereizt haben. Gerade in der Weltspitze sind da die Unterschiede minimal und das kann man schon als Legitimation sehen, Methodiken mit zweifelhafter Wirkung oder vermutlich ungünstigem Risiko/Nutzen Verhältnis auszuprobieren, um vielleicht die entscheidenden 0,1% rauszuholen.
Warum es hingegen so viele Amateure zu den Extremen zieht, ist mir nicht so recht klar, weil es da einfach verlässlichere Pferde gibt, auf die man setzen kann. Vermutlich spielt Bequemlichkeit eine Rolle. Ketose ist mies aber mehr 150 km Radfahren in der Woche noch mieser. Und die Hoffnung, doch das eine extrem wirksame Workout zu finden, hat wohl doch was versönlicheres, als möglicherweise die Realität, einfach mehr von den guten alten 1000ern laufen zu müssen - und das auch noch schneller als bisher.
