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Stellt Euch mal vor, wir hätten keine Kniegelenke, sondern wären von der Hüfte abwärts wie ein Zirkel gebaut. Bei einer geringen Schrittlänge könnten wir damit recht effizient laufen. Bei einer großen Schrittlänge hingegen müssten wir viel Arbeit aufwenden, um den Körperschwerpunkt über das nach vorne gestreckte Bein zu hieven.
Anderes Beispiel: Wenn wir direkt unter uns mit einem Bein auf den Boden stampfen, etwa wie beim Zertreten eines Schuhkartons, macht das wenig Mühe. Liegt der Karton aber 1 Meter vor uns, wird das muskulär viel anstrengender, da die Hebel ungünstiger werden. Das wäre die rein vertikale Komponente beim Laufen. Dazu kommt der eigentliche Antrieb, also der Abdruck mit dem hinteren Bein und das Abbremsen des nach vorne schwingenden Beins. Beides wird mit zunehmendem Tempo anstrengender.
Das nach vorne schwingende Bein hat durchschnittlich die doppelte Läufergeschwindigkeit, da es den halben Takt lang ruht. Es muss beschleunigt und abgebremst werden, dazu kommen die vertikalen Kräfte. Die Energie, die ich für die Beschleunigung des nach vorne schwingenden Beines benötige ist 1/2 mv2. Oder?
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