Zitat:
Zitat von Matthias75
...
1. seine Kampfrichter besser zu schulen. Wen man von den Athleten fordert, dass sie das Regelwerk kennen und sich regelgerecht verhalten, muss das auch für die Kampfrichter gelten. Das Regelwerk im Triathlon ist im Vergleich zu andere Sportarten doch sehr übersichtlich. Es sollte schon von einem Kampfrichter zu erwarten sein, dass er sein Protokoll ordentlich führt. sonst kann er es auch einfach lassen.
2. Dem Athleten die Möglichkeiten zu geben, auch nach einem Regelverstoß den Wettkampf zu beenden, z.B. indem mehr Informationsmöglichkeiten geschaffen werden, um dem Athleten über seien Strafe zu informieren.
M.
|
Ad 1. Bessere Schulung ist sicher sinnvoll. Z.T. hat das die WTC vermutlich auch schon erkannt, da sie das jahrelange Experiment mit eigenen Kampfrichtern im Streifendesign (die in nur wqenigen Stunden geschult worden worden) seit diesem Jahr zumindest in Deutschland ad acta gelegt hat und auf die formal deutlich besser qualifizierten DTU-Kampfrichter zurückgreift.
Ad2. Die ITU macht das bei ihrer WTS bereits vorbildlich: Nummern von Penalties stehen auf mehreren Tafeln, an denen der Athlet beim Radfahren und Laufen wiederholt vorbeikommt und der Athlet darf sich selbst aussuchen, wann genau er seine Strafe absitzt, was sogar interessante taktische Optionen bieten kann (vgl Johnny Brownlee in London 2012).
Trotzdem ist es auch hier schon vorgekommen, dass ein Athlet im Adrenalinrausch nichts von einer Penalty mitbekommen hat und diese nicht angetreten hat.
Allerdings sind die Teilnehmerfelder bei einem Ironman natürlich weitaus größer als bei einem Eliterennen, was die Übersichtlichkeit solcher Tafeln erschwert. Allerdings ließe sich das Problem mit IT lösen: kurz vor einer (dann elektronischen) Tafel liegt eine Zeitmessmatte zur Identifikation des gleich vorbeifahrenden/ laufenden Athleten und dessen BIB wird dann in Echtzeit mit von den Kampfrichtern gemeldeten Penalty-Startnummern abgeglichen und leuchtet gggf in rot oder mit einem Kartensymbol auf.
Das Problem ist: eine solche Lösung kostet ein paar Euro und solange die meisten WTC-Rennen in Windeseile ausgebucht sind und die Zahl unzufriedener bis frustrierter Athleten eine kritische Grenze nicht überschreitet, wird die chronisch investitionsfaule WTC-Organisation im Hinblick auf ihr shareholder-value-Denken erstmal nichts tun.