Oje, das Gefühl kenne ich nur zu gut, ist bei mir ja nur 3,5 Jahe her. Gute Besserung!
Aus meiner Erfahrung: Zeitwert wurde nach Gutachten ersetzt incl. Gutachtenkosten (netter Vereinskollege BA mit Fahrradlagen hat es ausgestellt); bis zur Schadensregulierung Fahrrad nicht mehr anfassen. Alle anderen Teile (Kleidung, Rucksack, ... wurden ohne Beleg ersetzt (Neubeschaffungswert habe ich im Internet recherchiert). Alle Fahrten zu Arzt, Therapie, etc. dokumentieren (ich brauchte sogar Mietwagen für eine Zeit, solange ich nicht arbeiten konnte) - wird alles ersetzt, wie auch die Kosten für schon bezahlte Wettkämpfe, die ich nicht antreten konnte.
Das meiste war aber das Schmerzensgeld - und das ist wie beim Teppichhandel. Arbeitsunfähig war ich keine zwei Wochen, Büroarbeit ging recht bald. Aber man kann auch z.B. ausgefallene Hausarbeit, bei mir auch Pflege von behindertem Kind, etc. in die Waage werfen; ich habe mir (das war Monate nach dem Unfall) eine Prognose für eventuelle bleibende Schädigungen, später mögliche Einschränkungen von einem Orthopäden eingeholt, etc.
Laßt Euch auf keinen Fall zu früh auf irgendeine Schnellregulierung ein; lieber warten, bis klar ist, wie alles verheilt, um dann konkretere Verhandlungsmasse zu haben. Wenn die Versicherung einmal bezahlt hat, geht meistens kein "Nachschlag" mehr, wenn ein Gesundheitsproblem bleibt. Bei mir wurde eines der Wirbelbrüche auch erst nach drei Monate festgestellt - und der hinterließ auch die deutlichste bleibende Schädigung.