Das ist ja lustig!
Ich wollte gerade auf die Suche nach der Blog-Rubrik gehen, um den Tag einzutragen und nu servierst du mir die aufm Silbertablett.
Ja, ich war natürlich in Herbsruck, ist meine Lieblingsveranstaltung, seit ich vor einigen Jahren zufällig da hingeraten war.
Bei uns hier gibts was ähnliche familiäres und lockeres, ist aber hinter Herschi weit abgeschlagen, weils nix zu spachteln gibt danach und die Siegerehrung sich (mangels "Tombola" und "Holz") zieht wie Kaugummi.
Ich hab allerdings meinen Krempel selbst abgeholt und Paul seinen, aber etwas nach mir (er war zwar n Tick schneller, iss aber ne Altersklasse über mir).
Neulich hatte mich Carvinghugo ange-pn-t, weil er den Besenwagen fährt, nu hab ich wiedermal einen ausm Forum kennengelernt;- war natürlich panne, dass du auch da warst und ichs nedd geschnallt hab, aber wie auch.
Hoffe wirklich, ich krieg nächste Woche in Roth Tattoos, die pinsel ich dann tüchtig aufn arm, wenn ich irgendwo antrete.
Und damit zum Thema: dieses "Antreten" wird zukünftig häufiger geschehen müssen.
Ich komme mir vor wie n "bloody beginner". Das Schwimmen war ne absolute Katastrophe.
Anfangs konnte ich die Füsse von nem Neoschwimmer (den hab ich mir gespart, da ich ohne kaum langsamer bin) halten und bin super vorangekommen, aber dann hab ich, ich kanns gar nicht wirklich erklären, den Überblick verloren, bin ins Brustschwimmen geraten und nimmer rausgekommen. Zwischendurch gingen immer mal n paar Züge Kraul, aber die Atmung war total ausm Rythmus, ich kam gerademal mit der Meute ausm Mittelfeld mit und war heilfroh, als ich ausm Wasser war.
Trotzdem oder vielleicht auch gerade weil ich dann extrem locker losgeradelt war, liefs prima und ich hab gleich n paar Plätze gutgemacht, aber so nach 5km wurde es zäh und ich musste mich schinden, während ich das Gefühl hatte, immer langsamer zu werden. Trotz der Übungsfahrten gestern zum Aufsteigen mit und ohne Schuhen und gut 5km, die ich dabei zurückgelegt hab, iss mir wohl entgangen, dass ich mal wieder nen anderen Sattel montiert hatte und dieser zu niedrig war.
Ich meinte stets, mit beiden Beinen gegeneinander zu arbeiten, weil eines noch nicht ganz unten war (für mich indiziert durch nen gewissen Winkel im Knie), während das andere schon nach unten drückte.
Von rundem Tritt also keine Spur und superärgerlich, weil das echt ein Deppenfehler ist.
Unter anderem steht also vermehrtes Fahren mitm Wettkampfrad aufm Plan, denn die Show, die ich da abgeliefert hab, entspricht nicht der Preisdifferenz zwischen der Titanrakete und dem Bauxitbomber mit Packtaschen, auf dem ich scheinbar nen höheren Schnitt zustandekrieg als auf dem speziell konfigurierten Wettkampfrad.
Wenns denn wirklich mal konfiguriert und nicht nur zusammengesteckt wie das MTB ist.
Ich hab mich auf jeden Fall extremst geärgert und wenn ich die Ursache dazu nem Mechaniker zu verdanken gehabt hätte, hätte ich dem mit Sicherheit ein Ohr abgebissen vor Wut.
Ein 27,5er Schnitt war also das Resultat, wozu ich aber noch anfügen muss, dass die Bikestrecke Oneway ist und mehr oder weniger konstant bergauf führt, mit zwo-drei deftigen Anstiegen auf den letzten 5km.
Irgendwo iss da sicher auch Kopfsache dabei, denn ich fahr 53/39 mit 11/23 hinten und wenn man dann schon vor den Endsteigungen nur noch zwo Gänge zum runterschalten hat, kann das evtl. schon kirre machen, auch wenn die Übersetzung bisher immer (und auch heute) da rauf locker gereicht hat und ich den 23er Rettungsring nur auf den letzten ;etern genutzt hab, um locker die letzten Meter zur Wechselzone zurückzulegen, um keine wie ausbetonierten Beine beim Laufen zu haben.
Normal stürme ich aufm Rad an all jenen vorbei, die mich dann auf der Laufstrecke nacheinander wieder einkassieren;- heute wars genau andersrum und ich muss sagen: das hat was!
Locker aufm Bike vorbeizupfeilen iss längst nicht so befriedigend, wie wenn man den Vordermann beim Laufen keuchen und rasseln hört, bevor man ihn einsammelt...
Ne zwote Geschichte fiel mir auf, nämlich dasses auf der Laufstrecke keinen kühlenden Gegenwind wie auf der Radstrecke gab und ich genau da aufdrehen konnte.
Scheinbar läuft meine Turbine doch mit Dampf und davon gibbet einfach mehr, wenns heiss ist.
Auf den ersten Metern haben mich noch zwo Leute überholt, die ich dann aber später wieder eingesammelt hab, ansonsten hab ich nur Plätze beim Laufen gutgemacht.
Das hat mich dann ein wenig mit dem Wettkampf versöhnt, denn bis zum Zieleinlauf hatte ich gefühlt Stunden auf die Zeit vom letzten Jahr draufgepackt, die wiederum einige Minuten langsamer als vor zwo Jahren war.
Zu meiner Überraschung war ich nicht nur deutlich schneller als voriges Jahr, sondern hab meine PB in Hersbruck nur um 7 sec. verfehlt.
Das weiss ich jetzt aber auch nur, weil ich gerade die Urkunden nach den Zeiten durchforstet habe.
Der Schweinsbraten im "Braunen Hirschen" hatte mich jedoch heute Mittag schon mit dem Tag versöhnt, den Knaller hatte ich mir aber noch aufgespart:
Auf der Heimfahrt bin ich stante pede eingeschlafen, zuhause gabs erstmal n Kaffee und magere Infos ausm IMG-Fred hier, dann war das Gewitter, das uns schon in Hersbruck bedroht hatte, hier.
Also endlich Gelegenheit, die Stadtschlampe bei Regen zu reiten.
Poncho rausgesucht, vorderes Schutzblech montiert und ab.
20km im Wolkenbruch und immer auf der Suche nach wegen, die nicht über freies Gelände führen.
So erreichte ich mein letztes Ziel vorm Feierabendbier heute: die Tankstelle, für wo ich mir nen Zwickel für ein Magnum Mandel eingesteckt hatte.
Perfekt!
[Muss ich noch etwas über die Eindrücke mitm Regenponcho aufm Rad schildern?
"Auch wenn man trocken ist, fühlt man sich schön nass", so könnte man es umschreiben, trockene Füsse kann man eh vergessen.
Das Ding bläht ausserdem -ach was?- wie ein Segel im Wind, die Kapuze behindert die Sicht, da sie sich nicht mitdreht, und das Ding nimmt der Brille die Belüftung, so dass diese beschlägt.
Ich hab ja in meiner Jugend halb Europa durchradelt und immer so n Poncho dabei, hab das Ding aber von kurzen Ausnahmen abgesehen nie gebraucht.
Voriges Jahr wurde ich auf ner 200km-Tour auf den letzten 120km konstant bei Arscheskälte abgeduscht, dass oben die Brühe in die Regenjacke rein- und unten wieder rauslief;- das war das zweite Mal in meinem Leben, dass ich länger und fortgesetzt im Regen unterwegs war, ansonsten kann ich den Einsatz der Regenjoppe (ein steinaltes Windjäckchen vom Brügelmann) an den Fingern einer Hand abzählen, nur so, um das einzuordnen.
Da ist also noch Forschungsbedarf nach was Besserem gegeben, wobei ich nur so ne billige, tarngrüne Pellerine hab. Muss mir mal die Ponchos bei uns im Laden anschauen, welche Features die so zur geschmeidigeren Anwendung bereithalten...]