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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Nachwuchsleistungssportlerinnen bei Süßem bremsen?
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Alt 22.07.2014, 08:25   #32
qbz
Szenekenner
 
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Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 12.708
Zitat:
Zitat von NBer Beitrag anzeigen
das kann man fragen. auf der anderen seite kann man auch fragen, was man von einem jugendlichen verlangen kann, in den viel zeit (arbeitszeit bei trainern, freizeit bei übungsleitern) und geld (fördermittel, vereinsmittel usw) investiert wird.
viele beteuern zb in die deutsche spitze zu wollen und wollen dementsprechend betreut und gefördert werden. wenn die jetzt jedes wochenende samstag abends auf disco bis sonntag früh müssen und wochentags vor lauter internetgechatte nicht vor 24 uhr ins bett kommen, stimmen da irgendwie anspruch und wirklichkeit nicht überein. da darf sich dann ein trainer auch mal einmischen.
wenn jemand sport nur alls freizeitvergnügen sieht, ist es dem trainer sicherlich auch egal.
Wer als Jugendlicher Hochleistungssport betreibt, dem bleibt neben der Schule mit Ziel Abitur (sollte, sofern die Voraussetzungen für das Abi vorhanden sind, auch Ziel bleiben, trotz der Sportpriorität) und dem Sport eigentlich überhaupt keine Freizeit mehr für jugendtypische Aktivitäten u. Kontakte ausserhalb des Sports. Der grosse Verzicht führt oft später zum überaus heftigen Nachholen der versäumten jugendtypischen Aktivitäten mit entsprechenden Problemen. Definitionsgemäss bilden von den jugendlichen Hochleistungssportlern später nur ganz wenige die Spitze und die meisten die Breite, denen man nun mit diesen typischen moralischen Druckargumenten eine altersgemässe Entwicklung verwehrt. Der Hochleistungssport für Jugendliche hat in bestimmten Merkmalen durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit Charakteristiken von Sekten, der totalen Unterordnung unter 1 Ziel, einer Gruppe, 1 Trainer / Guru. Die spätere Ablösung daraus für diejenigen Meisten, welche nach der Spitze ankommen, verläuft entsprechend kompliziert. Das sollte man vielleicht auch bedenken beim Stellen obiger Forderungen als Trainer und Eltern, wenn die Kinder über Jahre Hochleistungssport ausüben. Soll man ein sowieso schon sehr hochleistungsbereites Kind / Jugendliche (mehr wie andere) noch unter Druck in anderen Lebensbereichen (Essen, Schlaf, andere Interessen als Sport) setzen, regeln?

Die Trainer machen das in meinen Augen letztlich für sich selbst, für ihre Anerkennung, zu ihrer Freude, für ihre soziale Einbindung, für ihren Verdienst etc. Man würde Eltern auch nie empfehlen, zu ihren Kindern zu sagen: Überlege mal, worauf ich alles verzichten muss, weil ich Dich grossziehe und in Dich "investiere". (und wer Kinder aus "Investitionsgründen" zeugt, sollte es im Interesse des Kindes besser bleiben lassen ;-) ).

Mit dieser Einstellung möchte ich mich nicht prinzipiell gegen Hochleistungssport bei Jugendlichen (oder ähnliches bei Künstlern wie Geigensolistin) aussprechen.

Geändert von qbz (22.07.2014 um 10:02 Uhr).
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